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Mini-Kirmes in Dormagen: So funktioniert die kleine „Schaustellertour“

Mini-Kirmes in Dormagen : So funktioniert die kleine „Schaustellertour“

Von Delrath bis Zons werden ab 17. Juli neun Schausteller auf fünf Dorfplätzen für Abwechslung sorgen. Die Mini-Kirmes wird jeweils von Freitag bis Sonntag „mitten im Dorf“ angeboten.

Ab dem dritten Juli-Wochenende reist die „Schaustellertour“ jeweils von freitags bis sonntags zu zentralen Dorfplätzen in fünf Dormagener Stadtteilen. Neun Schausteller wollen mit Speisen, Getränken und einem Kinderkarussell Abwechslung in die fünf Ortsteile bringen – angesichts der coronabedingten Absage der Schützenfeste.

Ins Leben gerufen hat diese Tour René Schippmann (33), seit 2017 Vorsitzender des St. Hubertus Bürger-Schützen-Vereins Delrath. Der 33 Jahre alte Delrather hat sie mit Schausteller Volker „Curry Jupp“ Kallenberg ausgearbeitet. „Ich wollte einfach die Schausteller unterstützen und gleichzeitig etwas für die Bewohner anbieten“, erklärt Schippmann. Neun Schausteller hat Imbiss-Besitzer Kallenberg, der in Delrath den ganzen Kirmesplatz bestückt, gewinnen können. Neben dem Imbiss gibt es einen Getränkeausschank, an dem nur Flaschen verkauft werden, eine Kaffee-Stube, eine Eisbude, einen Crêpes-Waffel-Stand, einen Süßwarenstand sowie ein Kinderkarussell, Entenangeln und eine Pfeil- & Wurfbude. Auch ein Toilettenwagen steht bereit. Es wird kein Eintritt erhoben.

Die ersten Überlegungen begannen an Pfingsten. „Klar war uns, dass es kein Ersatz-Schützenfest werden sollte, eher eine Art Mini-Kirmes-Treffpunkt“, sagt Schippmann, der fünf andere Schützenvereine begeistern konnte. Nach Rücksprache mit Bürgermeister Erik Lierenfeld wurden die Planungen konkreter, Schippmann und Kallenberg erarbeiteten ein Hygiene- und Schutzkonzept, das dem Ordnungsamt zur Genehmigung vorgelegt wurde. „Die Sicherheit der Besucher ist uns sehr wichtig“, betont der Delrather Schützen-Chef: „Bei aller Freude über das Angebot soll ja auch nichts passieren. Wir wollen nicht die Infektionszahlen nach oben treiben.“ Daher gibt es eine Einlasskontrolle, die Besucher, die Mund-Nasen-Bedeckungen tragen müssen, werden gezählt und ihre Daten für eine Rückverfolgung registriert. Zudem wird der Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten, Desinfektionsspender stehen zur Verfügung.

 Geöffnet ist die Schaustellertour jeweils freitags und samstag von 14 bis 21 Uhr und sonntags von 11 bis 20 Uhr. Station macht sie ab 17. Juli auf dem Dorfplatz in Delrath, ab 24. Juli auf dem Schützenplatz in Delhoven, ab 31. Juli auf dem Schützenplatz in Stürzelberg, ab 7. August auf dem Kirchplatz in Gohr und ab 14. August in Zons, wo der genaue Standort noch geklärt wird. „Wenn weitere Vereine mitmachen wollen, können wir die Tour um ein oder zwei Wochen verlängern“, sagt Schippmann, der hofft, dass die Bewohner das Angebot „mitten im Dorf“ annehmen.