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Dormagen: Millionen für Medien und Neubau

Dormagen : Millionen für Medien und Neubau

Es ist eigentlich ein "Geschenk", das der Stadt vom Land unverhofft überreicht wird: 4,2 Millionen Euro als Fördermittel aus dem Programm "Gute Schule 2020".

Das nehmen die Schulpolitiker in Dormagen auch gerne an, gleichwohl sorgte die Mittelverwendung für reichlich Diskussion im Schulausschuss. Denn die Sorge vornehmlich der Grünen-Fraktion war, dass das Geld im Haushalt verschwindet und für Projekte ausgegeben wird, die sowieso zu erledigen sind. Diese Sorge konnte der Erste Beigeordnete und Schuldezernent Robert Krumbein erst nach einigen Stellungnahmen nehmen.

So soll das Geld, das in vier Tranchen von jeweils 1,06 Millionen Euro ausgegeben wird, auf Vorschlag der Verwaltung verwendet werden: Erstens sollen in 2017 und 2018 pro Jahr 250.000 Euro vorrangig für die Schaffung der technischen Voraussetzungen für den Breitband-Ausbau und die Ertüchtigung der Schulgebäude fließen, um im ganzen Gebäude W-Lan zu haben. Davon sollen 100.000 Euro an die drei großen Schulzentren in Hackenbroich, in der Stadtmitte und in Nievenheim (Gesamtschule) gehen. Zweitens sollen in 2017 und 2018 pro Jahr jeweils 750.000 Euro in den Bau der neuen Offenen Ganztagsschule an der Regenbogenschule in Rheinfeld und in den Bau des Lernortes in Horrem gesteckt werden, also je 375.000 Euro pro Projekt.

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Für die Jahre 2019 und 2020 gibt es noch keinen konkreten Vorschlag. Die Verwaltung will zuvor ab kommendem Frühjahr mit den Schulleitungen über mögliche Maßnahmen und Mittelverwendungen sprechen. Daraus soll ein Vorschlag an die Politik formuliert werden. Wichtig: Die Umsetzung der Projekte muss in den beiden betreffenden Jahren erfolgen.

Grünen-Fraktionschef Tim Wallraff befürchtete, dass es sich um Bauprojekte handelt, "die die Verwaltung sowieso machen muss und so die Fördergelder einfach dafür nutzt. Aber diese Gelder sind zusätzlich dafür da, die Schulstruktur zu verbessern". Krumbein betonte, dass die 4,2 Millionen Euro nicht für die Entlastung des Haushaltes verwendet werden, sondern für Projekte, die im Haushalt bislang nicht enthalten waren.

(schum)