Dormagen: Messe für das Hundeglück

Dormagen : Messe für das Hundeglück

Rund 3000 Besucher kamen am Samstag und Sonntag zur ersten Weihnachts-Hundemesse in Knechtsteden. Zu sehen und zu erstehen gab es Artikel für den besten Freund des Menschen – vom Tipi bis zum Zahnputz-Fingerling.

Rund 3000 Besucher kamen am Samstag und Sonntag zur ersten Weihnachts-Hundemesse in Knechtsteden. Zu sehen und zu erstehen gab es Artikel für den besten Freund des Menschen — vom Tipi bis zum Zahnputz-Fingerling.

Mit dem geliebten Vierbeiner im Schlepptau kamen knapp 3000 Herrchen und Frauchen zur ersten Weihnachts-Hundemesse in den Knechtstedener Klosterhof. "Es ist ein Paradies für Hunde", beschreibt Gundula Zimmer die Messe.

Während ihre Füße frieren, geht es dem Haustier neben ihr bestens. Ihr Mann trägt eine große Tüte, gefüllt mit Büchern, Spielzeug und Schuhen — rund um den Hund, versteht sich. Astrid Krauß, Veranstalterin der Hundemesse, kam zufällig auf die Idee, die Weihnachtsmesse im Klosterhof zu veranstalten. "Ich war hier vor einiger Zeit einen Kaffee trinken und die Location gefiel mir sehr gut", erklärt die Hundeliebhaberin.

Sechs Monate hat es gedauert, die Messe zu organisieren. Hundefreunde fanden dort alles, was das Herz begehrt. Von Zahnputz-Fingerlingen, über rosafarbene Ledersofas mit der Aufschrift "Princes" bis hin zu Hunde-Tipis. Wie man auf die Idee kommt, ein Indianerzelt für seinen Hund zu bauen? "Als wir unseren Hund gekauft haben und ihm einen Schlafplatz mit Decken hergerichtet hatten, versteckte er sich lieber unter dem Küchentisch." Also beschlossen Silke Krahnen und Thomas Rolfes, ihr Hund bräuchte seinen eigenen Rückzugsort.

Schließlich baute Rolfes ein Provisorium aus Bambusstäben. "Freunde, die zu uns kamen, waren begeistert", erzählt der Grafikdesigner. Bis jetzt haben Silke und Thomas 50 Stück der "PETWAM"-Tipis verkauft, mit Federn verziert, in verschiedenen Mustern und einige auch mit kuscheligem Kunstfell ausgestattet. Adventskalender mit Leckereien für jeden Tag dürfen auf einer Weihnachtsmesse natürlich auch nicht fehlen.

Andere Aussteller kümmern sich um den Tierschutz. Neben dem Stand des "Tierschutzvereins Neuss" hängt ein Plakat mit den "12 Rechten des Hundes". Eines der Rechte ist folgendes: "Der Hund hat das Recht, sich schmutzig zu machen, zu stinken und Flöhe zu bekommen."

Darüber muss Monika Meinke lachen. Wenn sie mit ihrem Hund Gassi geht, schreit sie oft rum, wenn er im Schlamm spielen will. Dann erinnert ihre Freundin sie daran, dass er doch das Recht dazu habe, "sich einzuparfümieren". Meinke kümmert sich ehrenamtlich um Hunde, die Hilfe benötigen. In drei Jahren hat sie bereits 19 von ihnen vermittelt, um die sie sich zuvor gekümmert hat.

Während die Messe für den Hund paradiesisch ist, wünschen sich die Zweibeiner, es gäbe etwas mehr für sie: selbst die Plätzchen zum Naschen sind für den Hund.

(NGZ/jco)
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