1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: Mehr Straftaten in Dormagen

Dormagen : Mehr Straftaten in Dormagen

Die Zahl der Kriminalitätsfälle im Rhein-Kreis ist angestiegen, in Dormagen verzeichnet die Statistik eine Zunahme um 763 Delikte. Vor allem Diebstähle und die Straßenkriminalität in der Stadt nahmen zu.

Es ist eine beeindruckende Zahl: 32 354 Straftaten hat die Kreispolizeibehörde im Jahr 2011 registriert, ein Zuwachs von rund sieben Prozent. Dieser Trend zeigt sich auch in Dormagen, wo die Zahl der Delikte um 763 Fälle auf 4580 Straftaten anstieg. Die Stadt leidet vor allem unter der Zunahme von Diebstählen, wie aus der aktuellen Kriminalitätsstatistik des Rhein-Kreises hervorgeht. Demnach wurden 2011 in Dormagen 1793 Diebstähle angezeigt, 102 mehr als im Jahr zuvor. Bei der Straßenkriminalität, die etwa Taschendiebstähle, aber auch Körperverletzungen umfasst, stieg die Zahl der Fälle sogar um 387 auf 1477 Delikte an. Der Trend steigender Kriminalität, er zeigt sich — natürlich im geringerem Umfang — auch in Rommerskirchen, wo die Zahl der Verbrechen von 553 im Jahr 2010 auf 642 im vergangenen Jahr anstieg.

Wie Landrat Hans-Jürgen Petrauschke berichtet, werden kreisweit nur 48,8 Prozent aller Fälle aufgeklärt, "eine Quote, mit der wir nicht zufrieden sein dürfen". Dennoch sei die Sicherheitslage stabil. Vor allem die Gewaltkriminalität sei zurückgegangen, kreisweit von 962 Delikten in 2010 auf 867 Fälle im vergangenen Jahr. Zudem werde bei diesen Straftaten rund jeder Dritte Fall aufgeklärt, so Petrauschke. Problematisch sei die wie im Vorjahr gleichbleibend hohe Zahl der Wohnungseinbrüche: 1501 Mal schlugen die Täter kreisweit zu, weswegen die Polizei derzeit mit der Aktion "Riegel vor" um mehr Aufmerksamkeit der Bürger wirbt. Wachsam sein, bei Verdacht sofort die 110 rufen, das gelte auch bei anderen Delikten, sagte Polizeidirektor Hans-Werner Winkelmann. Etwa beim Fahrradklau, laut Statistik bei den Diebstählen der häufigste Einzeldelikt. "Die Diebe fahren teils mit großen Transportern vor und sammeln die Fahrräder ein", erzählte Winkelmann von einem Fall aus dem vergangenen Jahr, bei dem Täter in Neuss bei einer Diebestour gestellt worden waren.

Mit Sorge beobachtet die Polizei zudem die Serie von kleineren und größeren Brandstiftungen, deren Zahl im Verlauf des vergangenen Jahres sprunghaft angestiegen war und im Februar in dem Brand auf der A 57 gipfelte. 67 "strafrechtlich relevante Brandstiftungen" zählte die Kreispolizeibehörde 2010 — 125 waren es im vergangenen Jahr, eine Zunahme von fast 50 Prozent. Zur Aufklärung trage ein Team von Brandermittlungsspezialiste nbei, sagte Winkelmann. "Wir ermitteln offen und verdeckt", so der Polizeidirektor. Dennoch sei die Aufklärungsquote gering, da es sich bei Brandstiftung um ein "spurenloses Delikt" handele, bei dem wenig Chancen bestehen, Fingerabdrücke oder DNA sicherzustellen.

(NGZ/url)