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Dormagen: Mehr Parkplätze für Pendler

Dormagen : Mehr Parkplätze für Pendler

Auf Delrather Seite des S-Bahnhofs sind 54 neue Pkw-Stellplätze entstanden; auf der Nievenheimer Seite werden voraussichtlich ab Mai weitere 69 Autofahrer parken können. In Dormagen ist eine große Lösung geplant.

Dormagen/Nievenheim So manchen staugeplagten Berufspendler, der sich regelmäßig in einem Stau auf den Autobahnen 1, 46, 52 oder 57 die Zeit vertreiben muss, lockt der Umstieg auf die Bahn – sofern im Einzelfall die Zugverbindung passt und Parkmöglichkeiten vorhanden sind. An der S-Bahn-Station in Nievenheim ist dazu der erste Schritt gemacht – wie sieht es insgesamt mit P+R-Plätzen in der Stadt aus?

Delrath "Auf der neuen Park- and Ride-Anlage auf Delrather Seite stehen schon die ersten Pendler – und es wären wohl noch mehr, wenn derzeit nicht so viele S-Bahnen ausfallen würden", sagt Straßenbauleiter Thomas Gruteser von den Technischen Betrieben Dormagen. Dort stehen jetzt 54 Pkw-Stellplätze und 70 Fahrradständer zur Verfügung. "Anfang April werden die angrenzenden städtischen Grünflächen noch bepflanzt", erklärt Thomas Gruteser. Die Fahrradstellplätze erhalten zudem eine Überdachung; desweiteren entstehen zehn neue geschlossene Fahrradboxen, für die Mieter gesucht werden. "Wir schauen mal, wie die Leute die Boxen annehmen", sagt der Straßenbauleiter. Der neue Parkplatz ist über die Wilhelm-Zaun-Straße und den Latoursweg zu erreichen.

Nievenheim "Auf der Nievenheimer Seite sind wir noch schwer im Bau", so Gruteser, der hofft, dass die letzten Arbeiten für den nördlichen Teil der Anlage im April abgeschlossen werden können und ab Mai dort geparkt werden kann. Auf Nievenheimer Terrain entstehen immerhin 69 Autostellplätze, die über die Bismarckstraße angefahren werden können. Dazu wird Platz für 70 Fahrräder geschaffen: "Es gibt 24 Bügel für die doppelte Zahl von Rädern sowie elf überdachte Bügel für weitere 22 Drahtesel."

Dormagen Der Ist-Zustand des Bahnhofs bedarf keines weiteren Kommentars – der neue Bahnhof mit seiner kompletten Neugestaltung des Willy-Brandt-Platzes aber kommt. Neues zu diesem Thema wird übermorgen im Planungsausschuss zu hören sein. 3000 Fahrgäste kommen dort täglich an oder starten – sie sollen nicht nur ein nettes Entree, sondern auch Parkplätze vorfinden. Gut 100 Plätze werden an dem neuen Platz entstehen, für Pendler ebenso wie für Kunden des geplanten Discounters. Für Radfahrer soll eine 24 Stunden geöffnete Fahrradstation zum Abstellen und für Reparaturen vorhanden sein. Die 24 aktuellen Boxen sind alle vermietet.

An gut erreichbaren Stellplätzen also wird kein Mangel sein. Die Stadt macht ihre Hausaufgaben. Bleibt nur zu hoffen, dass auch die Bahn mitspielt – bei Pendlern hört die Beurteilung der Attraktivität von P+R-Angeboten nicht vor oder hinter dem Bahnhof auf.

(NGZ)