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Dormagen: Mehr Betreuung am Nachmittag

Dormagen : Mehr Betreuung am Nachmittag

Dormagen Komponisten kennen lernen, englische Lieder singen, gemeinsam kochen oder alte Märchen neu entdecken - so sieht das Nachmittagsprogramm der Henri-Dunant-Schule in Delrath aus. Dort sind zum Start des neuen Schuljahres zwei Offene Ganztagsgruppen eingerichtet worden.

Dormagen Komponisten kennen lernen, englische Lieder singen, gemeinsam kochen oder alte Märchen neu entdecken - so sieht das Nachmittagsprogramm der Henri-Dunant-Schule in Delrath aus. Dort sind zum Start des neuen Schuljahres zwei Offene Ganztagsgruppen eingerichtet worden.

Mit dem Förderverein als Träger der Betreuung unterzeichnete Bürgermeister Heinz Hilgers am Donnerstag einen Kooperationsvertrag. Weitere Verträge wurden mit dem TSV Bayer Dormagen geschlossen, der die Verantwortung für den Offenen Ganztagsbetrieb an der Theodor-Angerhausen-Schule und der Regenbogenschule in Rheinfeld übernimmt. Das Evangelische Sozialwerk ist Partner der Schule am Chorbusch, die ebenfalls in die Nachmittagsbetreuung einsteigt. Damit gibt es im Stadtgebiet jetzt 700 Ganztagsplätze.

"Wir hatten mehr Zulauf, als wir nach den Elternumfragen Anfang des vergangenen Jahres kalkuliert hatten", sagt Bürgermeister Heinz Hilgers. Eine qualifizierte Betreuung der Kinder sei eine Notwendigkeit - nicht nur, damit Eltern Familie und Beruf miteinander verbinden könnten. Sie sei vor allem auch notwendig für Kinder aus sozial schwächeren Familien.

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Sie erhielten in der Offenen Ganztagsgrundschule Unterstützung bei den Hausaufgaben, könnten Sport treiben oder in einem Chor singen - Möglichkeiten, die ihnen das Elternhaus häufig nicht eröffne. "Eine qualitativ hochwertige Nachmittagsbetreuung ist wichtig, weil sie ein Stück Chancengleichheit herstellt", sagt Hilgers.

Die Delrather Grundschule sei einer der ersten im Kreis gewesen, die eine Nachmittagsbetreuung angeboten habe, so Schulleiter Michael Girreßer. Deshalb könne die Schule auf ein bereits funktionierendes System zurückgreifen. Im Programm seien eine "English-for-fun"-AG, eine Musik-AG, eine Koch- und Garten-AG, eine Bastel-AG und eine Alte-Märchen-AG, so die pädagogische Leiterin Barbara Herrmann-Hollweg.

An jedem ersten Freitag im Monat werden die Großeltern zu einem Spielenachmittag eingeladen. Außerdem werde Wert auf viel Bewegung an der frischen Luft gelegt. Diesen Schwerpunkt will auch der TSV Bayer Dormagen an beiden Grundschulen setzen. "Wir wollen uns eng an den Wünschen der Kinder orientieren und ein entsprechendes sportlichen Programm zusammen stellen", sagt Geschäftsführer Uli Derad.

Aber auch eine Kooperation mit der Musikschule sei angedacht. "Bei den Angebote wird musikalische Früherziehung und der Bereich Musik und Spiel im Vordergrund stehen", sagt Rudolf Pehe, Leiter der Theodor-Angerhausen-Schule. Die Zusammenarbeit mit der Dormagener Stadtbibliothek sei bereits beschlossene Sache.

Auf drei Säulen steht das Nachmittagskonzept, das an der Förderschule am Chorbusch vor einer Woche angelaufen ist. "Wir bieten eine sehr intensive Hausaufgabenbetreuung, wollen die soziale Kompetenz unserer Schüler erhöhen und die Eigenverantwortung für ihre Gesundheit stärken", sagt Schulleiterin Gabriele Fritz.

Eine Zusammenarbeit gebe es beispielsweise mit einer Rückenschule, die spezielle Übungen zeige, aber auch mit Therapeuten, die sich mit besonders verhaltensauffälligen Kindern beschäftigten. "Langfristig wollen wir bis zu 60 Plätze für Ganztagsbetreuung an unserer Schule schaffen", so Fritz.

(NGZ)