1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: Massen flanieren durch die Innenstadt

Dormagen : Massen flanieren durch die Innenstadt

Über 10 000 Besucher lockte es am Wochenende in die Dormagener Innenstadt zum Frühlingsfest. Die Geschäfte hatten auch gestern geöffnet. Daneben gab es auch auf der Kölner Straße viele Attraktionen, besonders für die kleinen Gäste.

Voller geht kaum: Mehr als 10 000 Besucher tummelten sich am Wochenende nach Angaben der Polizei in der Dormagener Innenstadt und genossen neben den Angeboten vor allem eins: die Sonne. Waren beim Ostermarkt noch dicke Jacken, Mützen und Handschuhe gefragt, war es gestern endlich Zeit, Shorts und Flip-Flops aus dem Schrank zu holen, und endlich möglich, bei Erdbeerkuchen, Spargel oder einem frisch gezapftem Bier stundenlang "open air" zu sitzen. So war es gegen 14.30 Uhr schon fast unmöglich noch einen Sitzplatz im Freien zu ergattern. Die Gastronome an der Kölner Straße hatten Hochkonjunktur und ein breites Lächeln auf den Lippen.

Das schmeckt: Christina (li.) und Joice genießen ihren Drink und vor allem die warmen Temperaturen. Foto: Jazyk, Hans (jaz)

"Wat fott es, is fott" — mit diesem Plakat in schönstem rheinisch machte ein Geschäft darauf aufmerksam, dass man zugreifen sollte. Und das machten laut Hans Dieter Lehnhoff vom Ring-Center die Kunden vor allem bei der trendigen knallbunten Sommerkollektion. Dennoch war er der Meinung, dass die Qualität des zweitägigen Frühlingsfestes durchaus verbesserungswürdig sei. Ihm fehlte ein "einheitlicher Faden". Die Vielfalt jedoch, sagte Guido Schenk von der Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD), die das Fest für die Werbegemeinschaft der Stadt (WSD) organisiert hatte, sei es gerade, die die Besucher anziehe. "Es gibt für jeden etwas, eben für die ganze Familie", sagte Schenk.

Das sah auch Irmgard Mayer so. Mit der kompletten Familie war die Worringener angereist und glücklich über die flamingo-farbene Hose, die sie endlich gefunden hat. Töchterchen Sara war zufrieden mit dem Gummi-Hund, den Clown August ihr geknetet hatte, und Sohn Marius trat auf einem Ergometer kräftig in die Pedale, damit die so angetriebenen Autos einer Carrera-Rennbahn auch lospreschten.

Von einem "rundum gelungenen Stadtfest" sprach der WSD-Vorsitzender Frank Lemke. Auch am Samstagnachmittag seien noch viele Besucher unterwegs gewesen — "mehr als in den Vorjahren", ist er sicher. Doch traditionsgemäß ist der Sonntag der umsatzstärkste. Auf ein Abendprogramm wurde übrigens an beiden Tagen verzichtet, da im benachbarten Rheinfeld Heimatfest gefeiert wurde. "Wir wollen uns ja nicht gegenseitig die Gäste wegschnappen", erklärte Schenk. So war in der Innenstadt jeweils gegen 18 Uhr Schluss. Etwas mehr Zuspruch hatten sich die Dormagener Funkamateure an ihrem Stand versprochen. Doch Istvan Nemeth war ganz erfreut, jemandem, der eine Weltreise plant, "funk-fachmännisch" weiter geholfen zu haben.

Wenn sich die Mitglieder der Werbegemeinschaft heute Abend zu ihrer Versammlung treffen, wird es nach diesem Wochenende an Gesprächsstoff sicherlich nicht mangeln.

(NGZ)