Markus Hilse gewinnt 33. Schockturnier Dormagen

Dormagener Stadtmeisterschaften : Schocker würfeln mit großer Ausdauer

Der beste Würfelspieler kommt aus Dormagen: Beimüberaus gut besuchten, 33. Georg-Neitzel-Schockturnier setzte sich Markus Hilse gegen 92 weitere Teilnehmer durch.

Schocken ist in vielen rheinischen Kneipen ein beliebtes Würfelspiel. Auf dementsprechend große Resonanz stieß auch die 33. offene Stadtmeisterschaft im Schocken in der Ückerather Gaststätte „An d`r Weyh“:   Beinahe den ganzen Tag stellten alle Anwesenden ihr taktisches Können und das nötige Quäntchen an Glück unter Beweis, ehe der Sieger des Turniers gekürt wurde.

Klirrende Würfel und ehrgeizige Spieler soweit das Auge reicht: Nach sechs Stunden und mehren Durchgängen im K.o.-Prinzip  stand der Sieger des Tages fest, der sich am Ende aus den zehn Besten durchsetze: Den ersten Platz belegte Markus Hilse , dicht gefolgt vom Zweitplatzierten  Peter Schönewald. Über den dritten Rang durfte sich Simon Schrade aus Gohr freuen.  Als beste Spielerin des Turniers setzte sich Anneliese Hall aus Ückerath gegen neun Konkurrentinnen durch und bekam den Damenpokal verliehen. Alle Leistungen der „Top-Ten- Platzierungen“ wurden mit Geld- und Sachspenden belohnt – darunter bunt gemischte Essenskörbe, Weine oder Blumen.

Einmal pro Monat treffen sich die Mitglieder des Clubs „Kuuz Draan“ zum Schocken. „Das Schockturnier ist dann unser Jahreshighlight“, erzählt der zweite Vorsitzende Hans-Arnold Heier. Angefangen hat alles in einem kleinen Kreis an unterschiedlichen Austragungsorten. „Im Laufe der Zeit hat sich unser Turnier rumgesprochen und wird immer beliebter“, freut sich Georg Neitzel, Vorsitzender vom ausrichtenden Schockclub und traditionell auch der Hauptsponsor des Turniers.

Jedes Jahr aufs Neue stößt dieses Ereignis auf große Zustimmung und das seit 33 Jahren. „In diesem Jahr haben wir mit 93 Teilnehmern deutlich mehr als sonst“, erklärt Neitzel. Neben Anwesenden aus Dormagen, verzeichneten die Veranstalter auch Mitstreiter aus Solingen und Stuttgart – unter anderem aus befreundeten Schockclubs. Unter ihnen viele bekannte Teilnehmer, aber auch einige neue Gesichter, wie die Veranstalter mit Freude feststellten.

„Natürlich möchten alle gewinnen, aber die Geselligkeit steht bei den meisten im Vordergrund“, sagt Heier. Wichtig dabei war allen Beteiligten, dass das Turnier mit fairen Mitteln abläuft. „Alle 93 Anwesenden spielen mit denselben Würfeln und Bechern, die wir im Vorfeld an die Teilnehmer verliehen haben“, erzählt Heier und fügt hinzu: „Es ist ein Glückspiel und so soll es auch bleiben“.

Im Gegensatz zu vielen anderen Würfelspielen ist hier die Eins erwünscht. „Drei Einsen – das sogenannte „Schock-Aus“ – ist das Ziel eines jeden Spielers, um die Runde direkt für sich entscheiden zu können“, erzählt Heier. Aber auch zwei Einsen und eine möglichst hohe dritte Augenzahl sind gut. Ist der Wert der gewürfelten Augen oder die Zahlenfolge schlechter als die der Mitspieler, sammeln die Spieler Strafpunkte. „Allein der liebe Gott entscheidet, wie die Würfel fallen“, sagt Heier. Aus diesem Grund gab es im Vorfeld keine Spekulationen über Favoriten, sondern  es war ein Tag voller Spannung und Überraschungen.

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