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Markus Fuchs erfreut: Das Festival "Musik aus Dormagen" findet statt

„Musik aus Dormagen“ : Open-Air-Festival kann trotz Corona stattfinden

Organisator Markus Fuchs ist erfreut: Das Hygienekonzept wurde abgesegnet und so kann „Musik aus Dormagen“ auch in diesem Jahr mit acht Bands an den Start gehen. Das mehrstündige Festival erfolgt am 22. August ab 14 Uhr.

Das Benefizkonzert ist seit vielen Jahren eine Institution in Dormagen. Umso erfreuter müssen die langjährigen Fans sowie die alt eingesessenen, quasi zum Inventar gehörenden Bands gewesen sein, als bekannt wurde: Auch in 2020 und trotz Corona kann das Festival „Musik aus Dormagen“ (MaD) stattfinden.

Am Samstag, 22. August, präsentieren ab 14 Uhr insgesamt acht Musikgruppen ihr Können auf der Bühne am Dormagener Schützenhaus. Dass es schon seit Jahren als Freiluftkonzert ausgelegt ist, spielt MaD dieses Jahr in die Karten. Das Festival findet seit 2004 jährlich statt. Damals wollte Georg Heinen – vielen besser bekannt als „Schorsch“ – der Dormagener Musikszene wieder leben einhauchen. Denn in den 1990er Jahren wurden in der aufstrebenden Stadt am Rhein bereits Musikfestivals abgehalten und sogar die CD „MAD – Musik aus Dormagen“ mit elf Songs von elf lokalen Bands, darunter „Rock am Rhing“, „Coma“ und „Pantheon“, veröffentlicht. Doch es wurde bald wieder still um die Dormagener Musikszene. Bis Heinen sie mit dem Festival „MaD“ wieder in den Fokus rückte. Jahr um Jahr bewiesen hiesige Künstler, was sie zu bieten haben. Dabei ist das gebotene Genre ebenso breit gefasst wie das Alter der Zuschauer: Für jeden ist etwas dabei. Das zeichne das Konzept aus, betont MarkusFuchs, der Georg Heinen 2017 als Organisator folgte. Wie sein Vorgänger strebt er eine ständige Weiterentwicklung von „Musik in Dormagen“ an. So schaffte er es bisher – und auch in diesem Jahr – mindestens eine neue Band auf die „MaD“-Bühne zu holen, die neben den „alten Bekannten“ der Bandfamilie spielen kann. Dabei sei er auch immer auf der Suche nach jungen Nachwuchstalenten, denen er mit dem Festival-Gig „auf den Startbock helfen“ möchte. Ohnehin gehört die musikalische Förderung Dormagener Kinder zum Konzept.
Denn „Musik in Dormagen“ ist eine Benefizveranstaltung. Die Bands spielen unentgeltlich, der Eintritt ist frei. Mit dem Erlös des Events werden dann Dormagener Bildungseinrichtungen wie Kitas und Grundschulen unterstützt.
Das ist natürlich auch in diesem Jahr so, versichert Fuchs. Eigentlich wollte der Organisator in diesem Jahr dem Open-Air-Konzert mit einem Rahmenprogramm einen stärkeren Festival-Charakter bringen. Wegen Corona muss das allerdings entfallen. Es bleibt bei dem Bühnenprogramm. „Ich bin froh, dass das Event stattfindet. Allerdings ist mir auch das Hygienekonzept sehr wichtig. Die Besucher sollen sich wohl und sicher fühlen“, erklärt Fuchs. Deswegen ist „MaD 2020“ eine Sitzveranstaltung bei der jede Besuchergruppe einen fest zugewiesenen Tisch haben wird. Auf den Gehwegen ist die Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtend. Da es keinen Vorverkauf gibt und der Eintritt frei bleibt, gilt: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, sagt Fuchs. Zu der Organisation des diesjährigen Festivals sagt er: „Als das Hygienekonzept stand und abgesegnet war, habe ich mich bei den Bands erkundigt, ob sie proben konnten und spielen wollen. Alle wollten.“ Und so konnte erneut einfach und schnell ein breit gefächertes und von den Vorjahren abhebendes Line-Up auf die Beine gestellt werden. Der diesjährige „MaD“-Debütant ist die Metal-Band „Ghost Basterds“. „Die sind richtig hart“, sagt Fuchs lachend. Carsten Pfarr