Malerin Helga Gendriesch stellt in der Glasgalerie in Dormagen aus

Helga Gendriesch stellt in Dormagen aus : Künstlerin malt auf den Knien

Kulturdezernentin Tanja Gaspers eröffnete die neue Einzelausstellung „Kunst ist Leben ist Kunst“ in der Glasgalerie an der Langemarkstraße. Stadtkämmerin Gaspers lobte vor den zahlreich erschienenen Gästen die „wunderbaren Arbeiten“ und die „immense Produktivität“ der Malerin Helga Gendriesch.

Im Kulturhaus sind von ihr auf drei Stockwerken 48 Bilder zu sehen. „Als ich um 1990 einen Aquarellkursus hier in der Volkshochschule belegte, ahnte ich nicht, dass ich eines Tages am gleichen Ort einmal eine eigene Ausstellung haben würde“, sagte die 81-jährige Dormagenerin.

Im Laufe der Jahre ersetzte Gendriesch beim Auftragen der Ölfarben den Pinsel durch die bei der Herstellung von Linoldrucken verwendete Walze. Die Leinwände sind bis zu 120 x 180 Zentimeter groß und werden von ihr auf den Knien liegend bearbeitet. Eine Auswahl davon kann man sich im Erdgeschoss anschauen. Die Künstlerin malt ausschließlich abstrakte Motive. „Meine Bilder haben keine Signatur und keine Titel“, erklärte Helga Gendriesch, „weil ich es dem Betrachter überlasse, wie er das Bild deutet und wie herum er es aufhängen möchte.“ Seit einigen Jahren ist sie auf Kunstmessen im In- und Ausland präsent.

Im Untergeschoss sind Glasbilder mit unterschiedlichen Formaten zu sehen. Dafür trug die Malerin die Acrylfabe mit einer Walze auf die Glasplatte auf und verteilte sie mit Hilfe einer weiteren Glasplatte in Form eines Abdruckes. In der ersten Etage hängen 18 Gemälde mit Acryl auf Papier. Olaf Moll, Leiter des städtischen Kulturbüros, freut sich über die neue Präsentation: „Zusammen mit der D´Art zeigen die von uns organisierten Einzelausstellungen, wie groß die Vielfalt der künstlerischen Arbeiten in Dormagen ist.“

Die Werke von Helga Gendriesch können bis Donnerstag, 2. Mai, in der Glasgalerie, Langemarkstraße 1-3, besichtigt werden. Öffnungszeiten: montags bis freitags von 9 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Bilder auf der Homepage der Künstlerin: www.gendriesch-art.de

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