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Dormagen: Macherin auf Pumpkin Island

Dormagen : Macherin auf Pumpkin Island

Fiona Kriegeris ist das Organisationstalent hinter den vielen Aktionen auf Pumpkin Island. Die Hamburgerin kam nach einer Ausbildung zur Hotelfachfrau ins Rheinland. Über den Spargelverkauf lernte sie Landwirt Spix kennen.

Seit einigen Wochen ist die Strandbar auf Pumpkin Island wieder geöffnet. Die Eventlocation auf dem Acker von Bauer Theo Spix wird jährlich um eine Attraktion reicher und erfreut sich großer Beliebtheit bei Groß und Klein. Die Frau, die hinter den Konzepten und Ideen steht, heißt Fiona Kriegeris. Die 45-Jährige betreibt eine eigene Eventagentur und denkt sich jedes Jahr neue Aktionen für Pumpkin Island aus - und das schon seit rund zehn Jahren.

Damals war sie eine "Zugezogene": Denn aufgewachsen ist Fiona Kriegeris in Hamburg. Im Hotel Kempinski machte sie zunächst eine Ausbildung als Hotelfachfrau. "Damals schon habe ich sehr viel organisatorisch und im Veranstaltungsbereich gearbeitet", erinnert sie sich. Sie probierte immer gerne neue Dinge aus, liebt es noch heute, spontan und flexibel sein zu können. Dass es sie als Stadtkind eines Tages aufs Land verschlagen würde, hätte sie jedoch früher nicht gedacht. "Inzwischen fühle ich mich hier aber sehr wohl", erklärt sie. Ins Rheinland kam sie schließlich über eine Promotionagentur, in deren Auftrag sie den Markt für amerikanisches Bier in Nordrhein-Westfalen testen sollte.

Das Bier kam auch bei den Kölnern gut an und sie blieb am Rhein. Zunächst lebte sie eine Zeit lang in der Domstadt, dann lernte sie Theo Spix und seinen landwirtschaftlichen Betrieb kennen. "Ich hatte mehrere Spargelstände in Köln und suchte einen Lieferanten, der mir größere Mengen liefern konnte", erinnert sie sich. So traf sie auf den Nievenheimer Landwirt. Inzwischen hat Spix die Spargelstände übernommen und sie kümmert sich auf dem Hof ausschließlich um das Pumpkin-Island-Projekt. Vom Frühjahr bis zum Herbst hat sie damit sieben Tage in der Woche zu tun. Firmenevents müssen geplant und organisiert, die Kunden anschließend betreut werden. "Wenn ich in dieser Zeit krank würde, wäre das ganz schlecht", weiß sie. Schließlich soll alles perfekt sein: "Ich bin Dienstleister und ich will, dass die Leute sich wohlfühlen".

Erst im Winter wird es auf dem Nievenheimer Acker ruhig. Doch selbst dann gönnt sich Fiona Kriegeris keine Pause. Das nächste Projekt hat sie bereits in Planung: "Man hat mir in Österreich einen Pachtvertrag für eine kleine Pension angeboten", erzählt sie. Da sie gerne Ski fährt, sagte sie mit Begeisterung zu. Unter dem Namen "SnowHo" will sie auch dort fünf Monate lang ein neues Eventkonzept ausprobieren. Ob es funktioniert und ob sie im darauffolgenden Winter weitermachen darf, weiß sie noch nicht: "Um so etwas mache ich mir keine Sorgen. Mir macht es jetzt Spaß".

(NGZ)