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Lkw-Stau am Chempark: A57-Ausfahrt Dormagen gesperrt

Stau vor dem Chempark : Sperrung der A57-Ausfahrt Dormagen aufgehoben – Lastwagen mussten stundenlang warten

Wegen Störungen im Chempark warteten Dutzende Lkw am Donnerstag stundenlang darauf, auf den Autohof fahren zu können. Der Verkehr staute sich bis zur A57. Die Polizei sperrte die Ausfahrt Dormagen, hob diese Sperrung kurz vor 17 Uhr wieder auf. Und es gibt noch ein weiteres Problem.

Weil Dutzende Lkw vor Tor 14 an der Alten Heerstraße standen und warteten, auf den Autohof fahren zu können, stauten sich die Fahrzeuge von Donnerstagmittag weit zurück auf die A57. Eine weitere Beschwerde: Abstände unter Fahrern konnten laut Aussage von Betroffenen im Abfertigungsbereich nicht eingehalten werden.

Um das Stauproblem zu lösen, hatte die Polizei deshalb die Ausfahrt Dormagen gesperrt. Das Problem hatte mittags begonnen und wurde immer massiver. Erst kurz vor 17 Uhr konnten die beiden Ausfahrten aus Richtung Köln bzw Krefeld wieder frei gegeben werden. Bei der Polizei war die Rede von einer „technischen Störung“ im Chempark.

Die Situation vor Tor 14 sorgte nach angaben der Polizei auch für Staus im Stadtgebiet von Dormagen. Die Lastwagen vor dem Chempark wurden von der Polizei weiter geradeaus geführt und über den Parallelweg zum Chempark geleitet. Auf der A 57 fuhren laut Polizei die meisten Lkw weiter bis zur Ausfahrt Köln-Worringen beziehungsweise in Fahrtrichtung Krefeld bis zur Abfahrt Neuss-Süd, um von dort aus den Weg in den Chempark zu nehmen.

Der Auslöser für diese Situation ist offenbar skurril: Nach Angaben von Currenta-Sprecher Timo Krupp waren Lkw-Fahrer nicht bei ihren Fahrzeugen und sorgten so dafür, dass keine Brummis in den Chempark fahren können. „Wir müssen die Fahrer suchen“, so Krupp am Donnerstagnachmitag, der von einem „Puzzle auf dem Autohof“ spricht. „Wir wissen nicht, wo die sind.“

Parallel gab es unter den Lkw-Fahrern Unmut über die Situation im Abfertigungsbereich auf dem Autohof. Ein Betroffener sagte gegenüber unserer Redaktion, dass die Fahrer in dem aufgestellten Zelt dicht an dicht stünden und von Abstand keine Rede sein könne. „Die haben zu wenig Personal vor Ort“, schimpfte der Fahrer, der seinen Namen nicht lesen möchte. Ebenso stoße das Aufstellen von Gebläsen, die für warme Luft im Zelt sorgen sollen, für Unverständnis. „Da werden die Aerosole ordentlich im Zelt verteilt.“

Dieser Situation widersprach Timo Krupp: Man habe vorschriftsgemäß Markierungen aufgebracht und Absperrgitter aufgestellt, „wir haben zusätzliche Security-Kräfte dort, die auf den Mindestabstand achten“. Dass die Abfertigung länger als üblich dauere, sei der Corona-Situation und vor allem einem unerwartet hohen Aufkommen an Lkw geschuldet. Im Zelt gebe es ein Belüftungssysteme mit Filtern.