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Dormagen: Lkw-Lärm: Initiative fordert Tempo 30

Dormagen : Lkw-Lärm: Initiative fordert Tempo 30

Es herrschte eine aufgeheizte Stimmung beim jüngsten Treffen von Gründungsmitgliedern und Sympathisanten der neuen Bürgerinitiative "Straßen der Vernunft".

Und das nicht etwa, weil es Meinungsverschiedenheiten unter den Gesprächspartnern gab. Im Gegenteil: Alle sind sich einig, ihren Ärger über die momentane Verkehrssituation an der Haberland- und Zonser Straße bündeln zu wollen und damit politisch Druck ausüben zu wollen.

Neben dem harten Kern der Initiative um Elisabeth Fittgen, Herbert Straub, Regina Latak, Heinz Coellen und Erich Pyka kam auch Michael Dries von der SPD-Fraktion in den Horremer Hof.

Die lange geplante Anbindung des Gewerbegebiets an der Roseller Straße zur K12 ist erst im Haushalt von 2013/2014 vorgesehen. "Das ist zu spät", meint Dries. Von der Verkehrssituation ist er auch persönlich betroffen: Bis zum vergangenen Jahr wohnte er an der Zonser Straße und kann die Beschwerden der Anwohner gut verstehen. Im Groben wurden keine neuen Forderungen bekannt.

Den Lkw-Verkehr aus dem Wohngebiet herauszuziehen, die Anbindung des Gewerbegebiets an die K12 sowie die Ausweitung der 30er-Zone sind die zentralen Forderungen der Bürgerinitiative. Heinz Coellen brachte eine weitere Idee vor: "Die Fußgängerampeln sollen eher reagieren", sagt er.

Beim Drücken der Warte-Taste sollen die Schulkinder nicht lange warten müssen und somit vor ihrer eigenen Ungeduld geschützt werden. Anwohner Michael Bartolomey, der über einen Flyer auf die Interessengemeinschaft aufmerksam geworden war, plädierte für einfache, günstige und effektive Lösungen.

Ein Lkw-Fahrverbot oder eine 30er-Zone seien schnell eingerichtet — ohne großen Aufwand. Bartolomey, hauptberuflich Jurist, sicherte zu, bald eine Lärmmessung an der Zonser Straße durchzuführen und die Ergebnisse mit den rechtlich zulässigen Grenzwerten zu vergleichen.

(NGZ)