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Nariné Khajakian aus Armenien: Lieder über Liebe, Freundschaft und Hoffnung

Nariné Khajakian aus Armenien : Lieder über Liebe, Freundschaft und Hoffnung

Einen stimmungsvollen Auftakt erlebten die Dormagener Literaturtage mit dem Konzert der armenischen Sängerin und Lyrikerin Nariné Khajakian in der Dormagener Stadtbibliothek. Der Abend mit Chansons und anderen Liedern hatte zahlreiche interessierte Zuhörer gefunden und galt den Veranstaltern als gutes Omen für die weiteren geplanten Veranstaltungen.

Nariné Khajakian, künstlerisches Musiktalent und Absolventin der Eriwaner Kunstakademie, bot dem Publikum eine bunte Mischung aus internationalen Volksliedern, Liebesliedern und Gedichten in verschiedenen Sprachen. Bekannte und unbekannte Chansons aus ihrer Heimat, aber auch aus Spanien, Deutschland, Frankreich, Portugal und Russland sang sie in ausdrucksvoller Weise und begleitete sich dabei selbst am Klavier. Prevet, Aznavour, Fried, aber auch selbst komponierte und getextete Stücke brachte sie zu Gehör.

Mal traurig, melancholisch, mal nachdenklich oder frech, die Sängerin interpretierte ihre Lieder auf moderne Weise und dennoch ausdrucksstark. Die Zuhörer umgab dabei eine gemütliche Wohnzimmeratmosphäre im gedämpft beleuchteten Raum zwischen den Bücherregalen. Nur das Klavier blieb von einem Kerzenleuchter erhellt. Zwischen den einzelnen Liedern stellte sie mit gefühlvoll rezitierten Liebesgedichten auch ihr schauspielerisches Können unter Beweis.

In Armenien ist Nariné Khajakian seit langem durch Fernsehfilme, Radiosendereihen und Hörspiele bekannt. Seit fünf Jahren ist sie mit ihrem vielfältigen Konzertrepertoire auch in Deutschland unterwegs. In der Pause des rund zweistündigen Programms hatten die Besucher Gelegenheit, die parallel laufende Ausstellung von Marina Khajakian zu betrachten. Die Künstlerin ist eine Schwester von Nariné und zeigt derzeit einige ihrer surrealistischen Gemälde in der Stadtbibliothek. Die Bilder, viele in bunten Pastellfarben gemalt, ergänzten das Programm des Liederabends gut: Auch sie erzählen vielfach von Liebe, Freundschaft und Hoffnung.

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Auch kulinarisch durften sich die Besucher dem Heimatland der beiden Schwestern ein wenig nähern. Ein Buffet mit armenischen Spezialitäten lockte die Hungrigen. Die nächste Veranstaltung im Rahmen der Dormagener Literaturtage beginnt am Dienstag, 25. September, um 20 Uhr in der Kulturhalle. Der Autor Wolfgang Hohlbein liest aus seinem neuen Buch "Flut". Höhepunkt der Veranstaltungsreihe ist dann die feierliche Preisverleihung des "Dormagener Federkiels" am Samstag, 29. September. Silvia Fehse

(NGZ)