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Laut VRR-Test sind die drei Bahnhöfe in Dormagen weiterhin nur Mittelmaß

Haltepunkte in Dormagen : Laut VRR-Test sind die drei Bahnhöfe weiterhin nur Mittelmaß

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hätte gerne einen positiveren Bericht von seinen 296 Bahnhöfen und Haltepunkten veröffentlicht. „Leider hat sich die Situation im vergangenen Jahr erneut verschlechtert“, heißt es dort.

Im Vergleich zum Vorjahr sind deutlich mehr Stationen in einem inakzeptablen Zustand. Mit der Ampelfarbe „gelb“ bedacht werden die drei Dormagener Stationen: Die Bahnhöfe in Dormagen und Nievenheim sowie der Haltepunkt Chempark. Dort ist das Hauptproblem Graffiti-Schmierereien. Vor allem in Nievenheim, wo es gleich zwei Mal die rote Ampel gab.

Viermal jährlich verschaffen sich die sogenannten VRR-Profitester einen Überblick über den Zustand aller Bahnhöfe und Haltepunkte im Verbundraum. Sie bewerten das Erscheinungsbild und überprüfen, ob die Ausstattung der Stationen funktionstüchtig ist. 2018 wiesen 61 Stationen erhebliche Mängel auf und waren somit in einem inakzeptablen Zustand, 2017 waren es 54 Bahnhöfe. Im Vergleich zum Vorjahr stieg auch die Anzahl an Stationen mit einem „noch akzeptablen“ Erscheinungsbild von 93 auf 110. „Leider sind es immer wieder S-Bahn-Stationen, die besonders schlecht abschneiden“, erklärt Ronald R.F. Lünser, Vorstandssprecher des VRR. 

Obwohl es ein neuer Bahnhof ist, reicht es in Dormagen nicht für „grün“. Abwertungen zu „rot“ gab es durch Graffiti im Zugang. „Die Verantwortung liegt auch bei der Stadt“, sagt der VRR. Ein erhebliches Problem besteht nach Prüfung der VRR-Tester in Nievenheim durch Graffiti im Zugang und auf den Bahnsteigen. Das betrifft dort auch das Thema Sauberkeit. Daher gab es gleich drei rote Ampelfarben für diesen Haltepunkt. Immerhin: Beim Kriterium „Funktion“ (Aufzüge, Beschilderungen, Sitzgruppen, Wetterschutzeinrichtungen) ist in Nievenheim und am Chempark alles in Ordnung, und dort stehen die Ampel auf „grün“. Das ist am Bahnhof Dormagen nicht der Fall, dort werteten die Prüfer das, was sie sagen als „noch akzeptabel“, also Ampelfarbe gelb. In Richtung Kommunen sagt der VRR: „Die verantwortlichen Infrastrukturbetreiber müssen dringend Maßnahmen ergreifen, um diesen negativen Trend im Interesse der Fahrgäste zu stoppen.“