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Dormagen: Laub gefährdet den Verkehr

Dormagen : Laub gefährdet den Verkehr

Blätterberge können zu einer Gefahr für Fußgänger und den Straßenverkehr werden. Die Stadt Dormagen bittet Bürger daher, dass sie das Laub auf ihren Grundstücken sammeln und korrekt entsorgen. Auch die Stadt wird aktiv.

Meteorologisch hat der Herbst bereits Einzug gehalten, und auch in den Dormagener Parks sowie auf den Straßen ist er unverkennbar. Allmählich verfärben sich die Blätter und fallen von den Bäumen. Das Laub bedeutet nicht nur für städtische Mitarbeiter viel Arbeit, sondern auch für Bürger, die vor allem Gehwege von Blätterbergen reinigen sollten. Dort kann Laub zu Rutschgefahr führen. Im Falle eines Unfalls könnten Grundstückseigentümer dann unter Umständen haftbar gemacht werden.

"Wir bitten die Bürger, Laub zu entfernen", sagt Stadtsprecher Harald Schlimgen. Komme es zum Beispiel durch nasses Laub nachweislich zu einem Unfall, könne Schadenersatz fällig werden. "Besonders auf Gehwegen kann das Laub gefährlich werden", mahnt Schlimgen. Die Bürger sollten sich um Laub wie um frisch gefallenen Schnee kümmern.

Entsorgt werden kann das Laub über die braune Tonne. "Es hilft nicht, wenn Blätterberge in den Rinnstein gekehrt werden", erklärt der Stadtsprecher. Dort käme es dann nur zu verstopften Kanaldeckeln. Wo viele Bäume auf städtischen Grundstücken stehen, stellt die Stadt zudem Laubsammelbehälter auf. "Derzeit bereiten wir die 130 Behälter für den Einsatz vor", sagt der Leiter des Baubetriebshofes bei den Technischen Betrieben Dormagen, Franz Picker. Derzeit würden die 520 Einzelteile aus Lagern zusammengesucht. "Vor Ort werden die Holzboxen dann kurzfristig aufgebaut", erläutert er. Schlimgen ergänzt: "Wo solche Laubmengen anfallen, dass die Tonnen nicht ausreichen, werden wir die Behälter aufstellen."

Das fallende Herbstlaub belastet nicht nur Grundstückseigentümer und städtische Mitarbeiter der Grünpflege, sondern auch den Stadthaushalt: "Die Leerung und Entsorgung des Laubs aus den 130 Sammelbehältern kostet jährlich rund 10 500 Euro", erläutert Picker. Dazu kämen weitere 11 000 Euro, die das Lagern, Fahren, Bauen und Abholen der Holzbehälter kosten würde. "Etwa 22 000 Euro Kosten allein für das Laub, das Privatleute über unsere Behälter entsorgen", fasst der Baubetriebshofsleiter zusammen. Darüber hinaus setze die Stadt vier Grünpflegegruppen ein, denen jeweils drei Mitarbeiter angehören. "Die Gruppen sind im gesamten Stadtgebiet unterwegs und entfernen dort in den nächsten Wochen Laub", erklärt Picker. Er wirbt um Verständnis, dass seine Mitarbeiter nicht im ganzen Stadtgebiet gleichzeitig aktiv werden könnten. "Den nächsten Monat lang wird Laub gepustet und gesammelt, bevor wir es dann kompostieren und die Arbeit für den Winterdienst so langsam beginnt", ergänzt Picker.

(NGZ/ac)