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Dormagen: Lanxess-Technik bei Olympia

Dormagen : Lanxess-Technik bei Olympia

Wenn ab Freitag rund 15 000 Athleten aus aller Welt in London um die Medaillen der Olympischen und Paralympischen Spiele ringen, dann sind oft die Produkte von Lanxess nicht weit. Spezialchemie des Unternehmens mit Sitz auch in Dormagen steckt in Bällen, Matten, Laufbahnen, Hallenböden, Schuhen und vielem mehr.

Bei Laufschuhen kommt inzwischen eine ähnliche Technologie zum Tragen wie bei modernen Spritsparreifen: "Silica-Technologie, die Reifen griffig und besonders sparsam macht, sorgt auch für guten Grip auf nassen Laufstrecken", sagt Martin Mezger, Kautschuk-Experte bei Lanxess. Krynac heißt das Material. Gerade Ausdauerläufer brauchen zudem besondere Dämpfung. "Bei einem Laufschritt können Belastungen entstehen, die das Dreifache des Körpergewichts erreichen", erklärt Mezger.

... auch bei Laufschuhen kommen die Kunststoffe zum Einsatz. Foto: Lanxess

"Auf Dauer belastet das die Gelenke." Als Puffer zwischen Fuß und Untergrund dienen darum Zwischensohlen aus den Hochleistungskautschuk Levapren. "Je nach Laufstil wird an der Ferse mit weichem Material gedämpft, während am Ballen elastischeres Material eingesetzt wird, damit möglichst wenig Bewegungsenergie verloren geht", so Mezger.

Nicht nur in den Zuschauerrängen sind Lanxess-Produkte verarbeitet, ... Foto: Lanxess

Getestet werden die Kautschuke auch im Technikum in Dormagen. "In Dormagen befindet sich ein Kautschuklabor und die Kautschuk-Produktion", so Sprecher Frank Grodzki.Sie werden verarbeitet in Golfbällen, Wassersportanzügen und Reifen. Das gilt für Bahnradfahrer, Mountainbiker, Triathleten und BMX-Fahrer genauso wie für die rollstuhlfahrenden Athleten der Paralympischen Spiele. Die Hightech-Mäntel der Rollstuhlräder etwa hinterlassen dank Kieselsäure (Silica) statt Ruß in der Materialmischung keine Streifen auf dem Hallenboden.

Auch in vielen Bällen stecken Lanxess-Materialien. Vom Beachvolleyball übers Tennis, vom Rollstuhlrugby bis zum Wasserball — selbst die Rhythmische Sportgymnastik kommt nicht ohne Ball aus. Butylkautschuk ist besonders undurchlässig für Feuchtigkeit und Luft. Er findet sich deshalb etwa in Autoreifen, Fahrradschläuchen und eben Bällen, wenn es darum geht, Feuchtigkeit draußen und die Luft drinnen zu halten.

Und selbst wer am sportlichen Treiben nur passiv teilnimmt, kommt mit Lanxess-Stoffen in Kontakt. Durethan heißen die Polyamide, die für die Herstellung von Stadionsitzen verwendet werden.

(NGZ/ac)