Lanxess stiftet 14.900 Euro für Projekte an Dormagener Schulen

Lanxess in Dormagen : 14.900 Euro für Schulprojekte

Der Spezialchemie-Konzern unterstützt das Bettina-von-Arnim- und das Leibniz-Gymnasium. Der Fokus bei der Auswahl der Schulprojekte liegt auf den Bereichen Naturwissenschaften und Technik.

Leuchtende Schuhe, die keine Batterien brauchen, weil sie der Träger durch seine Bewegungen selbst aufladen kann: Wie kriegt man so etwas hin? Das ist ein Thema, das wahrscheinlich selbst Schüler fesselt, die den Unterricht oft langweilig finden. Am Bettina-von-Arnim-Gymnasium steht der Weg zum beleuchteten Schuh seit einiger Zeit als Gemeinschaftsprojekt für Schüler aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen im Lehrplan. Das wiederum hat die Aufmerksamkeit beim auch im Chempark Dormagen angesiedelten Spezialchemie-Konzern Lanxess geweckt. Das Unternehmen hat das Projekt als eines von 28 im Umfeld seiner Deutschland-Standorte ausgewählt, das in diesem Jahr finanziell gefördert wird. Lanxess unterstützt vor allem naturwissenschaftliche Unterrichtsprojekte.

Neben dem BvA kommt in Dormagen auch das Leibniz-Gymnasium in den Genuss von Fördermitteln. Sie fließen in das Projekt „Work 4.0“. Dabei beschäftigen sich die Schüler mit den Vorbereitungen auf die Arbeitswelt von übermorgen. BvA und Leibniz erhalten zusammen 14.900 Euro. Insgesamt schüttet Lanxess in diesem Jahr rund 100.000 Euro für Bildungsprojekte aus. Die dahinter stehende Bildungsinitiative feiert 2018 ein kleines Jubiläum: Denn sie wurde vor zehn Jahren ins Leben gerufen.

Seit 2008 hat der Spezialchemie-Konzern nach eigenen Angaben acht Millionen Euro weltweit in Bildungsmaßnahmen investiert, um das Lern- und Wissensangebot für junge Menschen zu verbessern – davon fast fünf Millionen Euro allein in Deutschland. Insgesamt profitierten laut Lanxess rund 700.000 Schülerinnen und Schüler von dem Engagement, etwa 200.000 davon an den deutschen Lanxess-Standorten. In der vergangenen Dekade hat das Unternehmen weltweit mehr als 500 Bildungsprojekte unterstützt, circa 300 davon in Deutschland. In der Bundesrepublik wurden mit dem Geld in den vergangenen Jahren zum Beispiel neue Laboreinrichtungen, technische Geräte und Unterrichtsmaterialien für die Fächer Chemie, Biologie, Physik und Informatik angeschafft. Außerdem hat der Spezialchemie-Konzern nach eigenen Angaben zahlreiche praxisbezogene Projektwochen und Workshops für Schüler, aber auch für Lehrer organisiert.

Der Konzern sponsert zwar vor allem Projekte an weiterführenden Schulen, doch die Grundschulen bleiben deshalb nicht ganz außen vor. An Grundschulen seien eigens für den Primarstufenunterricht entwickelte Chemie-Experimentierkoffer sowie für den Sachunterricht konzipierte Unterrichtsmaterialien verteilt worden, schreibt Lanxess-Sprecher Frank Grodzki.

Fördermittel sind in vielen Schulen begehrt. Die Kasse für die Projektarbeit lässt sich darüber hinaus mit der Teilnahme an Wettbewerben aufbessern. Sowohl das Leibniz-Gymnasium, als auch das Bettina-von-Arnim-Gymnasium und das Norbert-Gymnasium in Knechtsteden schicken dazu immer wieder Bewerbungsunterlagen raus. Die sind in der Regel mit viel Arbeit verbunden. „An einem Förderantrag sitze ich ein halbes Jahr lang fast jedes Wochenende“, hatte Lehrerin Ina Hohn vom BvA vor einigen Monaten im Gespräch mit unserer Redaktion berichtet.