Dormagen: Lanxess erweitert Kapazität für Kautschuk

Dormagen : Lanxess erweitert Kapazität für Kautschuk

Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat seine Kapazitäten für Neodymium-Polybutadienkautschuk am Standort Dormagen ausgebaut. Insgesamt 20 Millionen Euro hat das Unternehmen in den Ausbau in Orange (USA), Cabo (Brasilien) und eben Dormagen investiert. "Die Nachfrage nach Neodymium-Polybutadienkautschuk ist sehr groß", sagte Lanxess-Sprecher Frank Grodzki der NGZ.

"Die Nachfrage ist sehr groß"

Demnach stelle auch der angekündigte Bau einer Riesenanlage in Singapur, die 140 000 Tonnen im Jahr produzieren soll, keine Konkurrenz für den Standort Dormagen dar. Vor wenigen Tagen hatte Lanxess den Bau der Anlage auf Jurong Island angekündigt. Noch im September soll der Grundstein dafür gelegt werden, die Fertigstellung ist für 2015 anvisiert. Geplant ist eine Investitionssumme von rund 200 Millionen Euro.

Treiber für die anziehende Nachfrage nach Neodymium-Polybutadienkautschuk sind nach Unternehmensangaben der Trend zu mehr Mobilität – insbesondere in Asien – und die verstärkte Nachfrage nach Reifen mit höheren Umwelt- und Sicherheitsstandards. "Wir brauchen also eher mehr als weniger Kautschuk", so Grodzki.

Die Europäische Union hatte zudem im November 2009 eine Verordnung zur Kennzeichnung von Reifen verabschiedet, wonach ab November 2012 alle Reifen nach ihrer Treibstoffeffizienz, Haftung bei Nässe und Abrollgeräuschen klassifiziert und gekennzeichnet sein müssen. Ziel ist die Verringerung von CO2- und Geräuschemissionen.

Am Standort Dormagen arbeiten etwa 1000 Beschäftigte für den Konzern. Neben der Anlage für Neodymium-Polybutadienkautschuk werden derzeit auch die beiden anderen Kautschuk-Anlagen in Dormagen erweitert.

(NGZ)