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Dormagen: Lange Staus nach Lkw-Unfall

Dormagen : Lange Staus nach Lkw-Unfall

Gegen 3.20 Uhr ist am Freitag ein Lkw auf der A 57 zwischen Worringen und Dormagen in die Böschung gekracht. Weil 400 Liter Diesel ausgelaufen waren, musste eine Spur der Autobahn bis 17 Uhr gesperrt bleiben.

Für Berufspendler war die Fahrt zur Arbeit am Freitagmorgen ein Geduldsspiel. Nachdem auf der A 57 in den frühen Morgenstunden ein Fahrstreifen nach einem Lkw-Unfall gesperrt werden musste, staute sich der Verkehr auf bis zu zehn Kilometer Länge.

Das Führerhaus wurde stark beschädigt, der Fahrer konnte sich dennoch selbst aus dem Wrack befreien. Foto: Jazyk, Hans (jaz)

Da sich die Bergungsarbeiten bis in den Nachmittag zogen, kam es bis etwa 17 Uhr zu unfallbedingten Verkehrsbehinderungen. Die Unfallursache war offenbar Sekundenschlaf des Fahrers. Das teilte ein Sprecher der zuständigen Polizeibehörde in Köln auf NGZ-Anfrage mit.

Der 25-jährige Fahrer des Lkw sei gegen 3.20 Uhr am Steuer eingenickt, hieß es. Der Lkw sei daraufhin zwischen Worringen und Dormagen in Fahrtrichtung Neuss nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und in die Böschung gekracht.

Dabei habe er eine etwa 90 Meter lange Schneise in der Bepflanzung neben der Fahrbahn hinterlassen. Das Führerhaus wurde enorm beschädigt. Der Fahrer konnte sich dennoch eigenständig befreien und wurde mit leichten Verletzungen zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht.

Die Bergung des Lkw gestaltete sich jedoch schwierig. Durch den Unfall hatte der Tank offenbar Leck geschlagen. Rund 400 Liter Diesel-Kraftstoff liefen aus. Feuerwehr und Untere Wasserbehörde wurden informiert, die Fahrbahn vom Sprit gesäubert. Darüber hinaus musste der Lkw vor der Bergung zunächst entladen werden.

Zwölf Tonnen Ware, die sich in Paletten im Anhänger befand, wurden daher in einen anderen Lkw verladen. Erst dann konnte mit der Bergung des Lkw begonnen werden. Gegen 17 Uhr waren die Arbeiten beendet. Lange Staus auf der viel befahrenen Autobahn zwischen Köln und Neuss ließen sich nicht vermeiden.

Zwar wichen zahlreiche Berufspendler auf andere Strecken aus. Doch dort staute sich der Verkehr wegen des erhöhten Pkw-Aufkommens. Auf der L 280 und der L 380 zum Beispiel ging es auf manchem Streckenabschnitt auch gegen 10 Uhr nur im Schritttempo voran.

(NGZ)