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Dormagen: Landgericht verhandelt Kino-Schläger-Fall

Dormagen : Landgericht verhandelt Kino-Schläger-Fall

Dormagener legte ebenso wie die Staatsanwaltschaft Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts ein.

Das Landgericht Düsseldorf befasst sich im Juli mit einem Fall von Körperverletzung, bei dem ein Dormagener im Mittelpunkt steht. Er hat im Oktober vergangenen Jahres einen Mitarbeiter des Dormacenters schwer verprügelt. Dafür war er im April vom Amtsgericht Neuss zu einer Freiheitsstrafe von vier Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Dagegen hat der 43-Jährige ebenso Berufung eingelegt wie die Staatsanwaltschaft.

Dieser Fall liegt zugrunde: H. B., türkischer Staatsangehörigkeit, war Anfang Oktober mit seinem Sohn im oberen Foyer des Kinos Dormacenter. Der Sohn spielte mit einem Gegenstand, den er immer wieder hochwarf. Ein Mitarbeiter des Dormacenters, das spätere Opfer, forderte das Kind auf, damit aufzuhören, weil er befürchtete, es werde Werbebanner oder andere Gegenstände im Foyer beschädigen. Nachdem das Kind einige Minuten Ruhe gegeben hatte, fing es erneut an, mit dem Gegenstand zu werfen. Der Mitarbeiter M. forderte das Kind nunmehr in genervtem Ton erneut auf, damit aufzuhören und ging auf das Kind zu. Als er etwa zehn Meter entfernt war, kam der Angeklagte auf den Zeugen zu und schubste ihn, zudem versuchte er ihn zu schlagen, wobei er ihn im Bereich des Halses traf. Der Kino-Mitarbeiter fiel hin, rappelte sich wieder auf und drehte sich zum Sohn des Angeklagten, um zu sehen, so die Schilderung des Gerichts, ob dieser die Auseinandersetzung mitbekommen habe.

Daraufhin soll der Angeklagte dem Zeugen von hinten die Beine weggetreten haben, so dass M. auf den Rücken fiel. H. B. soll dann mehrfach auf das am Boden liegende Opfer eingetreten haben, wobei er ihn unter anderem im Rippenbereich getroffen haben soll. Danach packte er den Mitarbeiter und zerrte ihn in Richtung einer hohen und steilen Treppe. Dort angekommen gingen zwei Männer dazwischen, um den Konflikt zwischen den beiden zu schlichten.

Der Kino-Mitarbeiter erlitt durch die heftige Auseinandersetzung Striemen am Hals, einen gebrochenen Finger, eine Prellung am Ellbogen und der linken Körperseite sowie Schmerzen im Rippenbereich. Der Angeklagte hat sich außergerichtlich bereiterklärt, an das Opfer ein Schmerzensgeld zu zahlen. Der Berufungstermin ist am 12. Juli.

(NGZ)