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Dormagen: Labor: Splitt im Gansdahl mit Schwermetall belastet

Dormagen : Labor: Splitt im Gansdahl mit Schwermetall belastet

Teile der Pflastersteine im Gansdahl sind auf schadstoffbelastetem Material verlegt worden (die NGZ berichtete). Die Ergebnisse einer Analyse des Splittmaterials durch ein Labor liegen nun vor. "In einer der beiden Proben weist das Material ähnlich hohe Schwermetall-Gehalte wie das in Grevenbroich-Kapellen verwendete Bettungsmaterial auf", erklärte Stadtsprecher Harald Schlimgen. Die Ergebnisse seien an den Rhein-Kreis als zuständige Behörde weitergeleitet worden. Um welches Material es sich konkret handele, sei aber noch nicht abschließend geklärt. Die ausführende Bauunternehmung habe zu dieser Frage ein Beweissicherungsverfahren eingeleitet. Betroffen sind 20 Meter im Bereich L 280/Von-Stauffenberg-Straße.

Die Technischen Betriebe Dormagen (TBD) haben das Unternehmen nach dem Vorliegen der Zwischenergebnisse aufgefordert, das verwendete Splittmaterial zügig zu entfernen und gegen ein anderes auszutauschen. Notfalls werden die TBD dies selbst in Auftrag geben und die entsprechenden Kosten bei dem Unternehmen geltend machen, so Schlimgen weiter. Im Hinblick auf mögliche Gefahren für Umwelt und Gesundheit habe der Kreis indes noch einmal bestätigt: "Aufgrund der derzeitigen Sachlage kann davon ausgegangen werden, dass von dem unter dem Pflaster eingebauten Material keine akuten Risiken zu befürchten sind. Gesundheitliche Risiken sind nur dann zu befürchten, wenn das Bettungsmaterial im Rahmen der Verlegung von Ver- und Entsorgungsleitungen freigelegt wird. Aufbrüche sind daher zu vermeiden."

Dennoch, so Schlimgen, streben die TBD schnellstmöglich eine Lösung an. Auf längere Sicht müsse das Splittmaterial ohnehin – auch wegen der vorhandenen Wasserschutzzone – ausgetauscht werden.

(NGZ)