Kurswechsel: Bayer-Yachtclub zieht mit Geschäftsstelle nach Dormagen

Von Leverkusen nach Dormagen : Kurswechsel: Bayer-Yachtclub umgezogen

Weil die Räumlichkeiten der Geschäftsstelle in Leverkusen vom Bayer-Konzern verkauft wurden, ist der Yacht-Club Bayer Leverkusen kurzerhand nach Dormagen gezogen. Weitere Veränderungen in Dormagen sind für 2019 geplant.

Etwas kleiner ist sie schon, die neue Geschäftsstelle des Yacht-Clubs Bayer Leverkusen an der Straße „Unter den Hecken“ in Dormagen. Was zuvor in einer 180-Quadratmeter-Wohnung Platz hatte, musste der Vereinsvorstand nun auf etwa 50 Quadratmetern unterbringen. Die ehemalige Geschäftsstelle in Leverkusen an der Schulstraße hat der Yacht-Club Anfang des Jahres aufgrund des Verkaufs der Räumlichkeiten durch den Bayer-Konzern aufgegeben – seit dem 26. Februar befinden sich die Geschäftsräume deshalb in Dormagen.

Und mit dieser Entscheidung scheint der Vorstand sichtlich zufrieden zu sein. „Dormagen ist schon lange der eigentliche Mittelpunkt des Vereins“, erklärt Vorsitzender Tobias Küter. In der „Sportstadt Dormagen“, die sich nach Meinung des Vorstands intensiv für (Sport-)Vereine einsetzen würde, würde sich der Verein einfach besser aufgehoben fühlen als in Leverkusen, so Küter. Doch auch die Nähe zum Straberg-Nievenheimer See, an dem sich seit 27 Jahren das Klubhaus des Vereins befindet, sei ein ausschlaggebendes Kriterium für den Umzug der Geschäfsstelle gewesen, sagt Geschäftsstellen-Leiterin Marion Sprickmann. Sie findet: „Das Herz des Vereins schlägt in Dormagen.“

Der Umzug sei trotz allem eine sehr kurzfristige Entscheidung gewesen, so Küter. Nur etwa zwei Wochen hätten zwischen der Entscheidung für den Umzug und der Umsetzung gelegen. Ein kurzfristiges Vorhaben, das viel Einsatz der Mitglieder erforderte: „Wir haben Tag und Nacht Kisten gepackt“, erzählt Marion Sprickmann. Dankbar sei sie für die Unterstützung, die der Verein beim Transport der Möbel und Kisten von dem Unternehmen, das die alten, verkauften Räumlichkeiten in Leverkusen renovieren sollte, erhalten hat. „Die haben uns zwei Transporter und Mitarbeiter zur Verfügung gestellt“, erzählt Sprickmann glücklich. In Dormagen hätte dann vor allem die Frauen-Segelgruppe des Vereins fleißig mitgeholfen: Es wurden Vorhänge genäht, Wände gestrichen, die Küche ausgebaut und maritim dekoriert. Ganz neu ist allerdings kaum etwas: „Wir haben alles aus der alten Geschäftsstelle mitgenommen“, so Sprickmann. Durch die flächenmäßige Verkleinerung fehlt dem Verein ab sofort auch ein eigener Ausbildungsraum für die rund 100 Menschen, die jedes Jahr ihren Segelschein machten. Doch dafür hat Tobias Küter schon eine Lösung gefunden: „Wir werden die Theorie-Stunden in Kooperation mit anderen Vereinen oder mit Schulen oder aber in unserem Klubhaus am See abhalten können.“

Für den Yacht-Club ist der Umzug der Geschäftsstelle aber nicht die einzige größere Veränderung in diesem Jahr. So soll im Laufe der Saison ein dritter Steg an der Anlage am Straberg-Nievenheimer See für die Privatboote der Mitglieder fertiggestellt werden. Im Herbst 2018 hatte der Verein bereits mit den Arbeiten für das rund 65.000 Euro teure Vorhaben begonnen. Auch der Standort an sich soll erweitert werden: Ein großer Anbau wird künftig dafür sorgen, dass die Nutzfläche für das Segellager verdreifacht und der Platz für Sanitäranlagen und Umkleiden etwa verdoppelt wird. „Durch das Wachsen des Sees und der Attraktivität des Standortes kommen wir mittlerweile einfach an unsere Grenzen. Manchmal sind im Sommer 60 bis 70 Leute am See“, erklärt Tobias Küter. Somit steige auch das Interesse an Liegeplätzen kontinuierlich an. Krönender Abschluss: Eine Dachterasse auf dem Sanitärtrakt, der ab Herbst erweitert werden soll.

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