Kunstrasenplatz: SSV Delrath muss vollen Eigenanteil erbringen.

Kunstrasenplatzbau in Dormagen: Kunstrasen: SSV Delrath bekommt keine Ermäßigung

Der SSV Delrath muss für den Bau seines Kunstrasenplatzes einen Eigenanteil im Gegenwert von zehn Prozent der Gesamtkosten erbringen – wie alle anderen Fußballvereine, die in Dormagen einen solchen Platz mithilfe der Stadt bauen lassen, auch.

Die Hoffnung des SSV auf eine Ermäßigung zerschlug sich in der jüngsten Sitzung des Sportausschusses. Das Anliegen des Clubs, den zu leistenden Eigenanteil auf acht Prozent senken zu lassen, wurde von dem Gremium einstimmig abgelehnt.

Der SSV hatte seinen Antrag durchaus nachvollziehbar begründet – nämlich mit der neuen Form der Auftragsvergabe und dem neuen Prinzip der Herstellung des Platzes. „Mit dem neuen Verfahren muss weniger Asche und Unterbau abgetragen werden“, hatte SSV-Vorsitzender Olaf Temp argumentiert. „Ein großer Kostenpunkt für die Stadt Dormagen.“ Unglücklich allerdings: Genau dafür habe sein Verein einen Sponsor gehabt und diesen Posten auch in die Berechnung seiner Eigenleistungen einfließen lassen. Ähnlich sieht es beim Rückbau der Flutlichtmasten aus. „Viele Gewerke, die wir leider nicht mehr als Eigenleistung leisten können, aber der Stadt Dormagen trotzdem viele Gelder sparen“, so Temp. Sein Vorschlag: Von den voraussichtlichen Gesamtkosten in Höhe von 583.000 Euro wolle der SSV acht Prozent beisteuern: Baumfällungen samt Entsorgung im Wert von 18.000 Euro plus 28.640 Euro bar.

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Die Beigeordnete Tanja Gaspers lehnte dies mit Verweis auf die nötige Gleichbehandlung der Vereine ab. Zehn Prozent seien für alle vereinbart worden, „da gibt es kein Zurück“. Doch es gibt vielleicht einen Ausweg: In Gesprächen mit dem städtischen Sportservice soll geklärt werden, ob es noch andere wichtige Arbeiten gibt, die der Verein mit seinen Möglichkeiten auch tatsächlich umsetzen könnte und die dann als Eigenleistung gewertet werden. So käme der Klub vielleicht doch ohne größere Schwierigkeiten auf seinen Pflichtanteil.

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