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Dormagen: Kunstrasenplatz: Grüne drohen mit Koalitionsende

Dormagen : Kunstrasenplatz: Grüne drohen mit Koalitionsende

Was ist nur mit den Grünen los? Sorgte die Ankündigung von Fraktionschef Ingo Kolmorgen, nicht mit der Jamaika-Koalition für den Bau des Kunstrasenplatzes in Straberg stimmen zu wollen, vor wenigen Tagen für helle Aufregung, so machte dessen Ratskollegin Heike Grosser im KSD-Betriebsausschuss die Verwirrung komplett. Sie stimmte dort für den Wirtschaftsplan für Sportanlagen und Freizeiteinrichtungen für 2013, machte aber gleichzeitig klar, dass es ihr dabei nur um das Budget, nicht um den Inhalt gegangen sei. Gleichwohl stecken mit jeweils 379 000 Euro für 2013 und 2014 genau die Beträge darin, die das Straberger-Projekt kosten wird.

Was denn nun? Kolmorgen rückte gestern – vier Tage vor der Rats-Entscheidung über das Haushaltssicherungskonzept – die Grünen-Position noch einmal klar: "Wir sind nicht grundsätzlich gegen den Kunstrasenplatz. Aber wir glauben, der Bedarf ist nicht gegeben. Wir brauchen erst einmal einen Sportentwicklungsplan." So lange gibt es keine Zustimmung der Grünen. Kolmorgen wies auf die Regelung im Koalitionsvertrag hin, wonach strittige Themen geschoben werden. "Wenn das nicht geschieht, dann gibt es ein ernsthaftes Problem." Konkret: Wenn CDU und FDP das Thema Straberg "so hoch hängen, dann ist das der Bruch der Koalition".

Für die CDU hat das Straberger-Projekt "sportpolitisch erste Priorität", sagt Fraktionschef Wiljo Wimmer. Das gelte auch für den Wirtschaftsplan: "Straberg ist die Anlage, die von diesem Geld als erste gemacht werden soll." Zur Drohung der Grünen mit dem Ende der Koalition sagt Wimmer: "Wir sind im Gespräch mit den Grünen und glauben an eine konsensuale Lösung. Gegen einen Sportentwicklungsplan haben wir übrigens nichts."

(NGZ)