Kunst in Dormagen: Noch 6600 Euro fehlen für Schreiber-Fenster

Kunst in Dormagen : 6600 Euro fehlen für Schreiber-Fenster

Pünktlich zur Eröffnung der Ausstellung über Otto Andreas Schreiber im Kulturhaus am 10. Mai sollen seine vier geretteten Glaskunstelemente in der Glasgalerie aufgehängt sein. Der Geschichtsverein sucht noch Sponsoren.

Die vier verbliebenen Musenfenster von Otto Andreas Schreiber, die während der Sanierung der BvA-Aula gerettet wurden, werden zurzeit in der Werkstatt von Hein Derix in Kevelaer bearbeitet und für die Präsentation in der Glasgalerie des Dormagener Kulturhauses vorbereitet. Dort sollen sie spätestens zur Eröffnung der Ausstellung am 10. Mai ihren neuen Platz gefunden haben, mit der die Stadt Dormagen und der Geschichtsverein Dormagen den bedeutenden Künstler Otto Andreas Schreiber ehren.

Noch fehlen jedoch 6600 Euro an den voraussichtlichen Kosten von 40.000 Euro, die der Geschichtsverein Dormagen für die Bearbeitung und Präsentation der Glaskunstelemente zusammentragen muss. „Wir benötigen noch Spenden, um das Gesamtprojekt inklusive Katalog und Hängung der Glaskunst zu bezahlen“, sagte Joachim Fischer, Schatzmeister des Geschichtsvereins, und einer der drei vehement für die Rettung der Schreiber-Fenster eintretenden Dormagener. Weitere Infos unter www.geschichtsverein-dormagen.de, an info@dormagener-geschichtsverein.de oder unter 02133 244287.

Helmut Garritzmann, Joachim Fischer, Dieter Frankenstein. Foto: Dieter Zettner

Mit seinen Mitstreitern Helmut Garritzmann und Dieter Frankenstein überzeugte sich Fischer in der erfahrenen Werkstätte für Glasmalerei Hein Derix in Kevelaer vom Fortschritt der Restaurierung. „Der Vororttermin brachte nun die Gewissheit, es gibt keine Bedenken bezüglich der Einhaltung des Termins“, berichtet Fischer: Zwei der Musenfenster sind restauriert und gerahmt und konnten in Kevelaer bereits abgenommen werden. Die beiden anderen Fenster sind so gut wie fertig. Peter Derix, heute im Ruhestand, beim Einbau der zehn Fenster in der Aula des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums aber als „Stift“ dabei, führte seine Dormagener Besucher mit seinem unergründlichen Fachwissen in die Technik der Glasmalerei ein.

Im Kulturhaus mit Volkshochschule, Musikschule, Kulturbüro und benachbarter Kulturhalle sind die vier Musen Tanz, Musik, Epik und Drama perfekt aufgehoben, das findet auch Ellen Schönen-Hütten, die städtische Kultur-Fachbereichsleiterin. „Als wären sie dafür gemacht worden“, sagte sie. „Ich freue mich, dass sie bald nach Hause kommen und in der Glasgalerie einen tollen neuen Platz finden.“ Das ist ein verfrühtes „Geburtstagsgeschenk“, denn 2020 wird die Glasgalerie 30 Jahre alt.

So soll am 10. Mai das Drama um die bei der Sanierung der BvA-Aula zerstörten sechs Motive der Musenfenster von Otto Andreas Schreiber zu einem versöhnlichen Abschluss geführt werden, indem zumindest den vier verbliebenen Fenstern ein würdiger Platz zugestanden wird, an dem sie von vielen Besuchern zu sehen sein werden. Die Ausstellung mit Werken von Otto Andreas Schreiber, dessen Bilder vorwiegend Landschaftsdarstellungen, dörfliche Szenen und Stillleben zeigen, wird bis zum 13. Juni im Kulturhaus zu sehen sein – die Fenster bleiben auch anschließend dort.

Mehr von RP ONLINE