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Künstlerin Erika Jörgenshaus stellt in der Glasgalerie in Dormagen aus

Ausstellung in Dormagen : Erika Jörgenshaus stellt im Kulturhaus aus

„Lichtblicke“ heißt die Ausstellung mit Bildern der Kaarster Künstlerin, die ab Ende August in der Glasgalerie zu sehen sind.

Bis zum 10. August sind in der Glasgalerie des Kulturhauses an der Langemarkstraße noch die Werke „Nuancen und Strukturen“ von Vater Hans Gerd Rottländer und Sohn Markus Rottländer zu sehen. Die Objekte und Bilder der beiden Nievenheimer Künstler auf den drei Etagen sind montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr zugänglich. Nach den Sommerferien zeigt dort Erika Jörgenshaus, die Mitglied im Kunstverein Galerie-Werkstatt Bayer Dormagen ist, einen Querschnitt ihres Schaffens, ehe sich Ende November die große Gemeinschaftsausstellung „D’Art“ mit dem Motto „Farbe bekennen!“ anschließt.

Die Vernissage ihrer Ausstellung ist für Freitag, 31. August, um 19.30 Uhr in der Glasgalerie festgelegt. Die Kunsthistorikerin Anneliese vom Scheidt wird in die Ausstellung „Lichtblicke“ von Erika Jörgenshaus einführen, die Eröffnung wird musikalisch von Pianist Peter Pick begleitet. Außerhalb der Ferien sind die Öffnungszeiten montags bis freitags von 9 bis 21 Uhr.

Die in Kaarst geborene Künstlerin Erika Jörgenshaus ist seit 2001 freischaffend künstlerisch tätig. Die gelernte Sozialarbeiterin, die 1979 ihre Diplomausbildung abschloss, erhielt 1999 die Approbation als Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeutin. „Im Rahmen meiner Berufstätigkeit wuchs der Wunsch nach intensivem künstlerischen Ausdruck“, erläutert sie. Sie hat eine künstlerische Ausbildung an der Hochschule für Bildende Künste in Bonn und an der Europäischen Akademie für Bildende Künste in Trier absolviert, dazu mehrere Intensivstudiengänge bei Dozenten in Deutschland und Italien.

Im Rheinland, unter anderem in der Galerie-Werkstatt in Knechtsteden, im Neusser Zeughaus, dem Rathaus und der Rathausgalerie in Kaarst sowie in der Galerie „p91“ in Wevelinghoven, aber auch in Luxemburg sind ihre Bilder in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt worden. Sie selbst erklärt: „Die Basis meiner Arbeit ist die Verbindung von Mensch und Natur. Die Beobachtung der Menschen in verschiedenen Lebenssituationen, das Thema ,Frau-Sein’ und die stetige Suche nach Transformation der jeweiligen Lebensempfindung bestimmen die künstlerische Auseinandersetzung.“ Es entstehen Naturabstraktionen und humorvolle Bildideen mit einem Hang zum Surrealismus. „Das gesamte Spektrum meiner Malerei erstreckt sich vom Gegenständlichen bis zur Grenze zum Abstrakten“, erläutert sie.

Als Schwerpunkte benennt Erika Jörgenshaus „Freie Malerei und Porträt“: In den freien Arbeiten ist die Quelle der bildnerischen Phantasie die eigene Naturverbundenheit. Fotos und Skizzen aus der Natur dienen als Grundlage für die malerische Umsetzung mit Acrylfarben, Öllasuren, Spachtel und Mischtechniken auf Leinwand und Holzbildträgern, wie sie auf ihrer Homepage schreibt. In der Freiheit, aus der Formenvielfalt der Natur neue Inhalte zu entwickeln“, verwandeln sich die Bildideen beim Malen. Es sei eine Einladung, „nach Vertrautem zu suchen, zu fragen und zu träumen“, so Jörgenshaus. Vor drei Jahren sagte die damals 63-Jährige bei ihrer Ausstellung in der Galerie „p91“, dass sie immer öfter neben dem Pinsel auch zum Schweißgerät greife. Viele der rostigen Einzelteile, die sie zu kleinen Skulptur-Persönlichkeiten zusammenfügt, sind Fundstücke oder Schrottplatz-Käufe. Abstrakte Natur-Impressionen kombiniert sie gern mit figürlicher Malerei: Frauen gehören nicht nur zu ihren Lieblingsmotiven, sie präsentieren sich detailreich und voller Lebensfreude. Es sind in der Regel keine auffallend schönen Menschen, auf keinen Fall Mager-Models, aber sie strahlen enorm viel Lebensfreude aus.