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Dormagen: Kruppstraße wird gesperrt

Dormagen : Kruppstraße wird gesperrt

Die Verbindung zwischen Hackenbroich und Worringen durch den Chempark wird geschlossen. Die Klage der Stadt Dormagen ist gescheitert. Wann die Kruppstraße von der Ineos Köln GmbH gesperrt wird, ist noch offen.

Die Stadt Dormagen ist mit ihrer Klage gegen die Sperrung der Krupp- beziehungsweise Hackenbroicher Straße gescheitert. Damit steht dem Vorhaben der Ineos Köln GmbH, die die Verbindung zwischen Worringen und Hackenbroich schließen will, nichts mehr im Wege.

"Ich denke, dass die Sperrung in den nächsten Wochen oder Monaten erfolgen wird", äußerte sich Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann, der das Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf bedauert, gegenüber der NGZ. Mit der Sperrung werden die Wege zwischen Worringen und Hackenbroich rund 2,2 Kilometer länger. Ob die geplante Südanbindung für Ineos kommt, blieb gestern unbeantwortet. "Ineos hat sämtliche mit der Stadt Köln vereinbarten Voraussetzungen zum Einzug der Straße erfüllt", teilte Sprecherin Anne-Gret Iturriaga Abarzua gestern mit. Die Hackenbroicher Straße durchschneidet aktuell die Ineos-Werksanlagen. Die Krupp-/Hackenbroicher Straße soll künftig zwischen dem Dormagener Stadtteil und der Parallelweg-Kreuzung komplett auf dem Werksgelände verlaufen. Das Vorhaben, das bereits Ineos-Vorgänger Innovene vorantrieb, könnte bald möglich werden. "Ineos kann die Straße ab sofort schließen", sagte Kölns Stadtsprecher Jürgen Müllenberg.

Doch wann es so weit ist, ließ das Unternehmen offen. "Mit Blick auf die betrieblichen Belange müssen nun die letzten formalen Voraussetzungen erfüllt werden, bevor die Straße eingezogen werden kann", ergänzte Iturriaga. Es müsse ein Bauantrag gestellt und mit der Stadt Köln über die Sperrung verhandelt werden. "Ineos wird dann den Zeitpunkt der Einziehung der Straße festlegen", fuhr sie fort. Die Sperrung solle dann erfolgen, wenn die Baugenehmigung vorliegt. Für den motorisierten Verkehr ist die Sperrung unproblematisch. Auch wenn der Bürgerverein Worringen errechnet hat, dass dadurch rund 1,8 Millionen Autokilometer jährlich mehr gefahren werden. 2008 waren im Durchschnitt täglich 2300 Fahrzeuge auf der Straße gezählt worden. Problematischer wird es für Fußgänger und Fahrradfahrer, die von Worringen aus das Schulzentrum oder das Krankenhaus in Hackenbroich besuchen wollen. "Dazu hat Ineos einen Radweg als Ersatz angelegt", sagte Iturriaga. Der Radweg in Verlängerung des Further Weges führt durch ein Wäldchen. Erste Eltern sorgen sich um Kinder auf dem Schulweg.

Zur von Chempark-Betreiber Currenta geplanten Sperrung des Parallelweges gibt es unterdessen keine Neuigkeiten: "Die Straße ist für Anlieger als Privatstraße nutzbar", so Sprecher Benjamin Schütz.

(NGZ)