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Dormagen: "Krümelkiste" schneller fertig

Dormagen : "Krümelkiste" schneller fertig

Die Ückerather Kindertagesstätte "Krümelkiste" wird zurzeit saniert und ein Neubau für 16 U3-Plätze angebaut. Die Bauzeit, während der drei der fünf Gruppen ausgelagert werden, könnte bereits Ende Mai beendet sein.

Wer den Flur der Kindertagesstätte "Krümelkiste" in Ückerath betritt, hört kein Hämmern, Klopfen oder Poltern. Die einzigen Geräusche stammen von den lebhaften Kindern in ihren Gruppenräumen. Seit September wird die Kita umgebaut, doch da die Arbeiten in einem abgetrennten Bereich vor sich gehen, sind die beiden Gruppen vom größten Baulärm verschont.

"Wir sind mit dem Ablauf der Bauarbeiten sehr zufrieden", sagt Kita-Leiterin Hildegard Wetzel. Die Mitarbeiter der Baufirmen seien sehr bemüht, den Ablauf nicht zu stören, wie die Leiterin erklärt: "Sie sorgen dafür, dass es mittags still ist, damit die Kinder mittags schlafen können."

Auch Claudia Böhm vom Elternbeirat der "Krümelkiste" zeigt sich erleichtert, dass die Umbauphase bei vollem Betrieb der Kita so gut läuft: "Wir freuen uns darüber, dass so viel Rücksicht auf die Kinder genommen wird." In seinen Sitzungen im November und in der vorigen Woche habe der Elternbeirat die Maßnahme gelobt, bei der drei der fünf Gruppen in Ausweichquartieren untergebracht werden mussten: "Auch die Gruppen in der Altenstube an der Salvatorstraße, im Heilpädagogischen Kindergarten und der Salvatorschule haben es gut angetroffen", meint die Elternvertreterin. "Den Kindern geht es gut — und uns dann auch", sagt Leiterin Hildegard Wetzel.

Die Phase des Umbaus könnte schneller beendet sein, als zunächst angenommen. Bei einer Baubegehung erklärte Architekt Jürgen Pennings gestern Morgen optimistisch, dass die Arbeiten nicht das volle Jahr dauern, das veranschlagt worden war: "Wenn nichts mehr dazwischenkommt, rechne ich mit einer Fertigstellung Ende Mai."

Zurzeit wird der Neubau, in dem Räume für 16 Unter-drei-Betreuungsplätze geschaffen werden, vollendet. Danach wird der hintere Teil des alten Kindergartengebäudes saniert, bevor dann die beiden Gruppen in die renovierten Räume ziehen und der Rest des knapp 40 Jahre alten Altbaus saniert wird. Nach Dach, Außenwänden und Räumen, die eine Fluchttür nach draußen erhalten, wird zum Schluss der Flur saniert: "Der bekommt wie alles andere einen schönen neuen Anstrich", sagt der Architekt.

Auf Anregung der CDU-Ratsherren Peter Gottwald und Heinz Hahn berichteten gestern Uwe Scheler, Leiter des städtischen Eigenbetriebs, und Armin Schlangen, Leiter des Projektmanagements Hochbau, gemeinsam mit dem Architekten Jürgen Pennings über den Baufortschritt. Die Fördermittel des Landes, das 383 000 Euro für den U3-Ausbau der "Krümelkiste" bewilligt hatte, konnten für 2011 ausgeschöpft werden, was Armin Schlangen bestätigte. "Auch das Außengelände wird wieder schön hergerichtet", betonte Uwe Scheler.

(NGZ/rl)