Kreismuseum Dormagen-Zons: Jugendliche arbeiten an „Schutz der Heimat“

Kreismuseum Dormagen-Zons : Jugendliche arbeiten an Projekt „Schutz der Heimat“

Den Begriff Heimat kann man von vielen unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Mit dem Thema Schutz der Heimat haben sich in den letzten Monaten rund 15 Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren beschäftigt.

Unter dem Titel „Heimat Natürlich“ wurde am vergangenen Sonntag eine Studioausstellung im Kreismuseum in Zons eröffnet. Zu sehen ist dort Kunst, die im Rahmen des Projektes „Kultur-Regen-bogen für Horrem-Heimat“ entstanden ist.

In kreativen Workshops des Vereins IKAR  (die Abürzung steht für „Interkulturelle Aktivitäten und Richtungen“ in Horrem) haben sich die Jugendlichen unter der Leitung von Maria Gerber vom Internationalen Bund, Mediendesignerin Alesya Efremova und IKAR-Vorsitzenden Anna Leis mit dem Heimatbegriff auseinandergesetzt. Zum dritten Mal hat das Projekt, das von der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD) und dem Internationalen Bund unterstützt wurde, stattgefunden, der Begriff Heimat wird dabei immer von einer anderen Seite beleuchtet. „In diesem Jahr haben wir den Fokus auf den Naturschutz gelegt, denn Heimat ist eben auch unser Planet, den wir schützen müssen“, erklärte Maria Gerber.

An Wochenenden und in den Ferien haben sich die Organisatoren mit den Jugendlichen getroffen, Ausflüge zu verschiedenen Museen gemacht, am Rhein Müll gesammelt und diesen dann zu kunstvollen Objekten gestaltet. Immer mit dabei waren auch Kameras, mit denen fotografiert und gefilmt wurde. „Die Kinder haben gelernt, wie man richtig fotografiert, haben Filme selbst gedreht und geschnitten und Programme dazu kennengelernt“, so Efremova. Auch Interviews wurden auf der Straße über das Thema Müll geführt. „Das hatte dann so einen Journalistik-Effekt, dabei haben die Kinder ganz viel gelernt“, meinte Gerber.

Der elf Jahre alten Maria-Luise hat der Workshop sehr gut gefallen. „Das Aufräumen am Rhein war super und das anschließende Basteln mit dem Müll auch. Ich werde im nächsten Jahr wiederkommen“, erklärte sie. „Wir konnten uns kreativ austoben, selbständig arbeiten und haben viel über Umweltschutz gelernt“, meinte Jana, 13 Jahre alt.

Die IKAR-vorsitzende Anna Leis ist zufrieden: „Es hat wieder viel Spaß gemacht. Mittlerweile kommen die Jugendlichen durch Mundpropaganda – sie erzählen anderen, wie schön es war, das ist ein toller Erfolg!“ 

Bis zum 25. August ist die Ausstellung zu sehen. 

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