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Kreiskrankenhaus Dormagen beschreibt Hilfen gegen chronische Schmerzen.

Aktionstag am Kreiskrankenhaus Dormagen : Hilfen gegen chronische Schmerzen

Kreiskrankenhaus Dormagen machte Betroffenen bei Aktionstag Mut.

Es gibt Hilfe bei chronischen Schmerzen, und das Leben der Patienten kann wieder deutlich an Qualität gewinnen. Das war die Kernbotschaft der Schmerztherapeutin Alexandra Knille an die mehr als 40 Interessierten, die zu zwei Fachvorträgen ins Krankenhaus Dormagen gekommen waren. Anlass für die Veranstaltung war der „Aktionstag gegen den Schmerz“, der deutschlandweit begangen wurde.

Bereits am Vormittag hatte Schmerzspezialistin Knille, Leitende Oberärztin der Schmerztherapie in den Rhein-Kreis Neuss Kliniken Dormagen, am Telefon Fragen von Patienten aus ganz Deutschland beantwortet, die über die bundesweit geschaltete Experten-Hotline Rat suchten. Am Nachmittag begrüßte sie dann zahlreiche Zuhörer zum Vortrag „Schmerz – eine Herausforderung“.

In Deutschland leiden zwischen acht und 16 Millionen Menschen an chronischen Schmerzen, oft sind davon alle Lebensbereiche betroffen: Alltag, Beruf, Familie und soziale Beziehungen. Nicht selten finden sich Patienten in einer Negativ-Spirale wieder, die bis hin zu Depressionen führt. „Auch für die Angehörigen ist die ganze Situation schwierig. Sie sind verunsichert, wie weit sie den Patienten entlasten müssen und was sie ihm zumuten dürfen und sogar sollen“, sagte Knille.

Doch sie konnte Hoffnung machen. Viele Hilfen stehen zur Verfügung – „nicht nur Tabletten, Spritzen oder Infiltrationen, sondern beispielsweise Krankengymnastik und Yoga, Psychotherapie, Entspannungstechniken oder Akupunktur“, sagte die Ärztin, die in ihrem Fachbereich im Dormagener Krankenhaus auf eben diese interdisziplinäre Behandlung setzt.

Diplom-Psychologe Jens Berens ging in einem Vortrag auf den Zusammenhang zwischen „Schmerz & Psyche“ ein. Eine Psychotherapie in Anspruch zu nehmen, habe nichts damit zu tun, dass sich der Patient den Schmerz „nur einbilde“, stellte der Dormagener Fachmann klar, der den Zuhörern etwaige Ängste vor einer Psychotherapie nehmen konnte. Was zudem deutlich: Entscheidend für den Erfolg der Schmerztherapie ist einer – der Patient.

(NGZ)