Kreiskrankenhaus beim Dormagen-Tag mit Gesundheitsthemen

Zukunftsmesse : Alterssimulationsanzug beim Dormagen-Tag testen

Das Thema Gesundheit nimmt auch beim „Dormagen-Tag“ der Stadt Dormagen am 14. September im und am Norbert-Gymnasium Knechtsteden einen der Schwerpunkte ein.

Dort präsentiert sich das Kreiskrankenhaus Dormagen mit mehreren spannenden Trends. „Eine Zukunftsmesse mit vielen interessanten Angeboten zum Anfassen – dieses Konzept hat uns sofort angesprochen“, sagt Patricia Mebes, Geschäftsführerin der Rhein-Kreis Neuss Kliniken GmbH, zu der das Kreiskrankenhaus in Hackenbroich gehört. „Wir sind davon überzeugt, dass die Medizin der Zukunft nicht technikdominiert ist, sondern ganz den Menschen in den Mittelpunkt stellt“, ergänzt die Betriebswirtin, die auch Ärztin ist und eine „bodenständige“ Medizin von Mensch zu Mensch bevorzugt.

Wie fühlt es sich an, alt zu sein? Auf welche Weise kann ein Gürtel einem sehbehinderten Menschen bei der Orientierung helfen? Und: Sind saubere Hände wirklich sauber? Nur drei Fragen, auf die am Stand des Kreiskrankenhauses hochinteressante Antworten gegeben werden. So können Besucher des Dormagen-Tags mit Hilfe eines Alterssimulationsanzugs nachempfinden, wie Seh-, Hör- und Tastsinn im Laufe der Jahrzehnte nachlassen und wie beschwerlich manche Bewegung in fortgeschrittenem Alter werden kann. Dass auf vermeintlich sauberen Händen gefährliche Keime sitzen können, kann mit der Hygiene-Box per Schwarzlicht nachgewiesen werden.

Interaktiv geht es auch beim „naviGame“ zu, das etwas Vertrauen zum Spielpartner voraussetzt: Denn dem „Läufer“ des jeweiligen Zweier-Teams werden die Augen verbunden. Er bekommt einen Gürtel umgelegt, über den ihn sein Navigator per App durch einen Parcours lotst. Je besser ein Team zusammenarbeitet, desto schneller und sicherer kommt es ans Ziel. Gleichzeitig wird ein Einblick vermittelt, wie es ist, blind zu sein und sich auf andere verlassen zu müssen.

Wissen und Fertigkeiten von Patienten stärken und sie dadurch motivieren, einen Beitrag zur Verbesserung oder Erhaltung der eigenen Gesundheit zu leisten – dazu will die Patienten-App „SmartClinicPortal“ der Firma Cerner beitragen, die ebenfalls dort vorgestellt wird. Das Ziel ist, den Patienten stärker in den Behandlungsprozess einzubinden: Durch eine intensivere Kommunikation, aber auch durch wichtige Informationen, dank derer der Patient seine wiedererworbene Gesundheit über das Ende einer stationären Behandlung hinaus stabilisieren und unterstützen kann.

Ganz ohne Technik kommt der Patienten-Chor des Kreiskrankenhauses Dormagen aus. Unter Leitung der ausgebildeten Sängerin Annette Elster tragen die Sänger schwungvolle Lieder und fetzige Songs vor.

(cw-)
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