Dormagen: Kreis-SPD gegen Konverter in Gohr oder Evinghoven

Dormagen: Kreis-SPD gegen Konverter in Gohr oder Evinghoven

Die SPD-Kreistagsfraktion favorisiert als Standort für den von der Firma Amprion geplanten Konverter die Dreiecksfläche in Kaarst. Dabei ist es für sie auch nicht ausschließlich Sache von Amprion, sondern auch der Kreispolitik, den Weg hierfür zu ebnen.

Wie Fraktionschef Rainer Thiel (MdL) sagt, hatte die Firma Amprion diesen Standort schon in der Sondersitzung des Kreis- Planungs- und Umweltausschusses am 23. September als besten benannt, wenn es darum gehe, den weitesten Abstand zur Wohnbevölkerung zu erreichen. Genau dieses Kriterium werde vom Kreistag seit Jahren gefordert, so Thiel. Die Kaarster Fläche sei von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke ins Spiel gebracht und von Amprion ins Prüfverfahren einbezogen worden, betont der Sozialdemokrat.

Als nächstes erwartet die SPD Kreistagsfraktion nach Thiels Worten von Amprion eine vertiefende Darstellung der Eignung dieser Fläche. Dann sei die Politik im Kreis gefordert, diesen Standort auch zu ermöglichen. Rainer Thiel wörtlich: "Amprion muss wissen, ob die Politik den Vorschlag dann auch unterstützt. Denn um die Dreiecksfläche als Konverterstandort zu ermöglichen, ist eine Änderung des Regionalplanes nötig, um die derzeitige Ausweisung als Kiesabbaugebiet aufzuheben." Die SPD sei bereit, einen entsprechenden Antrag zu stellen. "Wir verstehen aber, dass andere Fraktionen auf die Darstellung von Amprion warten wollen", sagt Rainer Thiel. Ihm zufolge "braucht die Region dann aber Klarheit". Schon jetzt sei überall eine Zurückhaltung beim Immobilienkauf spürbar, verweist er auf Informationen aus den potenziellen Standorten Gohr und Evinghoven.

(S.M.)
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