Dormagen: Krankenhaus hat zweiten Experten für Schlüsselloch-Chirurgie

Dormagen: Krankenhaus hat zweiten Experten für Schlüsselloch-Chirurgie

Frauenklinik Dormagen ist weiter gestärkt geworden: Der Leitende Oberarzt Dr. Michael Anapolski verfügt über zwei neue Zertifikate.

Die Zahl echter Spezialisten für mikroinvasive Eingriffe - die so genannte Schlüsselloch-Chirurgie - in der Frauenheilkunde in Deutschland ist nicht sehr groß. Die Rhein-Kreis Neuss Kliniken haben nun zwei davon: Denn neben Privatdozent Dr. Günter Noé, Chefarzt der Frauenklinik, verfügt nun auch der Leitende Oberarzt Dr. Michael Anapolski über das höchste Zertifikat MIC III der Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Endoskopie (AGE). Damit festige die Frauenklinik Dormagen ihren Ruf als eine von wenigen Kliniken bundesweit, die das gesamte Spektrum der laparoskopischen Operationen in der Frauenheilkunde beherrschen, teilte Krankenhaussprecherin Susanne Niemöhlmann mit. Bei der Laparoskopie handelt es sich um Eingriffe in der Bauchhöhle.

Vor wenigen Tagen erhielt Anapolski außerdem die Zertifizierungsstufe II der Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie und plastische Beckenbodenrekonstruktion (AGUB), für die der Operateur innerhalb von fünf Jahren mehr als 200 Eingriffe in diesem Fachbereich nachweisen muss. Anapolski hat sogar schon gut doppelt so viele Inkontinenz- oder Beckenboden-Operationen in diesem Zeitraum absolviert.

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Operieren um des Operierens willen komme für den 42-jährigen Mediziner jedoch nicht in Frage, so Niemöhlmann. Anapolski: "Wir schöpfen zunächst alle Alternativen aus und freuen uns, wenn keine OP nötig ist. Uns geht es in erster Linie darum, die Lebensqualität der Patientin zu verbessern." Die Vorteile der minimalinvasiven Chirurgie: Je geringer der Eingriff in den menschlichen Körper, desto kleiner sind auch die möglichen Risiken der Operation. Die Heilung verläuft schneller, und der Patient kann früher in seinen gewohnten Alltag zurückkehren. Ist ein operativer Eingriff unumgänglich, sollte dieser so wenig invasiv wie möglich erfolgen. Um die Patientin weniger zu belasten, kombinieren die Operateure auch Eingriffe, sofern sich das machen lässt. Anapolski: "Auf diese Weise ersparen wir der Patientin eine Narkose."

Der Gynäkologe, der nach seinem Studium in Münster am Universitätsklinikum Düsseldorf und später einem anderen Krankenhaus in der Region tätig war, wechselte 2009 an die Rhein-Kreis Neuss Kliniken, "weil das Kreiskrankenhaus Dormagen ein deutschlandweit bekannter Standort für Endoskopie ist".

(NGZ)