Krankenhaus Dormagen: SPD entsendet Lierenfeld in Lenkungsausschuss

Kreiskrankenhaus Dormagen : SPD entsendet Lierenfeld in Krankenhaus-Lenkungsausschuss

Mitbestimmen, wenn es um Ausrichtung, Schwerpunktbildung und Arbeitsplätze an den Kreiskrankenhäusern Dormagen und Grevenbroich in einer fusionierten Klinik-Gesellschaft mit dem Lukaskrankenhaus Neuss geht – das war die Forderung der Bürgermeister aus Dormagen und Grevenbroich, Erik Lierenfeld und Klaus Krützen.

Eine Einbindung der Standortkommunen Grevenbroich und Dormagen im Aufsichtsrat wurde jedoch negativ beschieden, jetzt gibt es eine Beteiligung anderer Art: Die SPD-Kreistagfraktion entsendet Bürgermeister Lierenfeld in den Lenkungsausschuss für die Krankenhausfusion. Durch die Fusion der Rhein-Kreis-Neuss-Kliniken mit den Städtischen Kliniken Neuss entsteht der größte Klinikverband im Rheinland.

Als Mitglied des Lenkungsausschusses wird Lierenfeld den Fusionsprozess als Vertreter des Kreistags begleiten. „Die Krankenhausfusion ist ein wichtiges und großes Projekt, das die Menschen im Rhein-Kreis Neuss und damit auch in Dormagen direkt betrifft. Deshalb freue ich mich auf die Fusion und darauf, den Prozess mit klugen Fragen und kreativen Ideen begleiten zu können“, sagte Lierenfeld.

Für den Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion, Rainer Thiel, ist Lierenfeld als Mitglied des Ausschusses eine „echte Verstärkung. Er wird dem Gremium mit seinem Fachverstand und seiner Erfahrung weiterhelfen und – falls nötig – auch mal den Finger in die Wunde legen“, ist Thiel überzeugt. „Letztlich dient auch das dem Ziel, das uns alle eint. Nämlich das neue Großklinikum für die Zukunft so aufzustellen, dass es erfolgreich zum Wohle der Menschen im Rhein-Kreis arbeiten kann.“ Im April hatte Krützen kritisiert: „Das direkte Wissen um die lokalen Gegebenheiten bleibt damit außen vor. Wir hätten es gerne eingebracht und mit dazu beigetragen, dass die Krankenhäuser gut von den Bürgern angenommen werden.“ Die Städte verfügten über Kenntnisse der Strukturen vor Ort, „die sinnvoll direkt in den Aufsichtsrat hätten eingebracht werden können.“

(cw-)