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Krankenhaus Dormagen nutzt neues Hightech-Bett für Geburten

Im Dormagener Krankenhaus : Ein neues Hightech-Bett im Kreißsaal

Im Dormagener Krankenhaus haben es werdende Mütter während der Geburt ihres Kindes jetzt gemütlicher. Grund ist das neue, rund 24.000 Euro teure Entbindungsbett, das seit einigen Tagen in einem der Kreißsäle im Einsatz ist.

Jede Geburt ist etwas Einzigartiges, so individuell wie die Frau, die ihr Kind zur Welt bringt. Und auch wenn Hollywood-Filme gerne einen anderen Eindruck erwecken: Eine Geburt bedeutet für die werdende Mutter viel Anstrengung und Schmerz. Und längst nicht Jede empfindet bei der Entbindung die Rückenlage als optimal. In der Geburtsklinik des Dormagener Kreiskrankenhauses sind sich die Hebammen und Ärztinnen dessen bereits seit langer Zeit bewusst. Aus diesem Grund haben die Rhein-Kreis Neuss Kliniken jetzt rund 24.000 Euro in ein neues Entbindungsbett investiert, das seit einigen Tagen im Kreißsaal im Einsatz ist.

Im Dormagener Krankenhaus nehmen sich medizinisches und pflegerisches Personal für die Mutter und die gesamte Familie viel Zeit. Hier wird seit vielen Jahren eine familienorientierte Geburtshilfe praktiziert. Dazu gehört auch, die für die Frau angenehmste und günstigste Geburtsposition zu finden. Es soll dabei vor allem auf die individuellen Wünsche der Mutter eingegangen werden, und der Mutter soll während der Geburt die angenehmste und günstigste Geburtsposition ermöglichen werden.

Das neue Entbindungsbett ist den Mitarbeitern der Geburtsklinik dabei eine große Erleichterung. Drei Wochen vor dem Kauf wurde es bereits getestet, und vor wenigen Tagen wurde es schließlich im Kreißsaal des Kreiskrankenhauses in den Dienst genommen. Dank mehrerer, unabhängig voneinander verstellbarer Einzelelemente wie Haltegriffe oder Bügel könnten Gebärende nun auf dem Hightech-Bett die Position einnehmen, in der sie sich am wohlsten fühlen, erklärt die Sprecherin weiter. Ob Rücken- oder Seitenlage, Vier-Füßer-Stand oder die Gebärhocker-Stellung – auf dem neuen Hightech-Bett ist jede Position möglich.

„Wir möchten der Gebärenden während der Geburt möglichst viel von ihrer Mobilität erhalten“, betont Kreißsaaloberärztin Susanne Schnitzler, die seit 2002 im Kreißsaal in Dormagen Kindern auf die Welt hilft. Hebamme Sabine Gottesleben ergänzt: „Das neue Entbindungsbett bietet da tolle Möglichkeiten.“ Das Bett würde den Müttern außerdem zu einem größeren Sicherheitsgefühl verhelfen. Die im Vergleich zum Vorgängermodell etwas schmalere Form erleichtert den Geburtshelfern zudem, sehr nah an die Mutter heranzukommen, was wichtig ist, da bei langen Geburten teilweise bis zu drei Geburten-Teams hintereinander die Mutter unterstützen. Das Entbindungsbett ist allerdings nicht das einzige im Kreiskrankenhaus. „Die Geburtsklinik verfügt über drei vollausgestattete Kreißsäle mit jeweils einem Entbindungsbett“, so eine Sprecherin.

„Wir ermutigen die Mütter zu einer natürlichen, selbstbestimmten Geburt“, sagt Susanne Schnitzler. „Mit unserer familiären Geburtsklinik setzen wir bewusst einen Akzent gegen die Zentralisierung der Geburten in riesigen Zentren.“ Dabei weiß sie das gesamte Kreißsaal-Team hinter sich. Das ist wichtig, denn: „Geburten sind ein absoluter Teamsport.“