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Dormagen: Konzertveranstalter arbeitet bei der Stadt

Dormagen : Konzertveranstalter arbeitet bei der Stadt

Tagsüber verlängert er Reisepässe, hilft beim Ausfüllen von Anträgen und beantwortet viele Fragen im Bürgeramt. Die Abende gehören dann ganz seiner Leidenschaft, der Musik. Erik Krüger organisiert Konzerte und tritt als DJ auf.

Für die richtige Musik sorgte er auch, als sein Namensvetter und jetziger Chef, Bürgermeister Erik Lierenfeld, seinen Ausstand beim Jobcenter in Neuss gab. Ansonsten ist Erik Krüger, der bis zu seinem 13. Lebensjahr in einer Stadt in Mecklenburg-Vorpommern lebte, eher in Dormagen unterwegs: tagsüber sitzt er im Bürgeramt, abends "an den Plattentellern" oder an seinem Schreibtisch zu Hause und organisiert Konzerte und Partys.

In Dormagen hat der 26-Jährige die Realschule am Sportpark besucht, danach eine Ausbildung bei der Stadtverwaltung gemacht. Die Arbeit im Bürgeramt mache ihm Spaß, sagt er, weil er gerne Kontakt zu Menschen hat. Den bekommt er natürlich auch, wenn er als DJ oder Konzertveranstalter unterwegs ist. 2008 hat Erik Krüger sein erstes Konzert mit Bands aus Dormagen im Jugendcafé Micado veranstaltet. "Da wurde mir klar, dass es mir total Spaß macht, so etwas zu organisieren", sagt er.

Selbst in einer Band aufzutreten, das habe er nach ein paar Jahren als Sänger einer Metal-Band aufgegeben. Dafür tritt er regelmäßig als DJ auf, auch bei privaten Veranstaltungen. 2012 schließlich hat Erik Krüger seine eigene kleine Firma unter dem Namen "Hangover-Events" gegründet, ein Jahr später seine Arbeit bei der Stadtverwaltung um einen Tag pro Woche verkürzt. Denn im vergangenen Jahr hat er erstmals das "Rock ,N' Roll Slam Festival" im Kulturhaus veranstaltet, erst vor wenigen Wochen gab es die zweite Auflage. "Das hat schon eine andere Dimension, wenn man für alles, also auch für die Licht- und Tontechnik, die Getränke, die Eintrittskarten, die Werbungs zuständig ist, und nicht nur für das Zusammenstellen der Bands", sagt er. Doch abgeschreckt hat den 26-Jährigen das keineswegs, im Gegenteil: Der Termin für das nächste Slam-Festival in der Kulle steht bereits fest. Es wird am 25. April 2015 stattfinden. Vorher allerdings stehen noch jede Menge andere "Hangover-Events" auf dem Programm. Zum Beispiel die Party "Trashliebe" am 8. November in der Tank-Stelle mit Musik aus den neunziger Jahren oder am 13. Dezember die Metal-Rock-Party "Bang your Head" im Underground in Rheinfeld.

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Ideen hat der 26-Jährige genug und ist sich auch sicher, dass dafür in Dormagen genug Potenzial vorhanden sei. Schade finder er allerdings, dass es mit der Tank-Stelle nur eine Diskothek im Zentrum gebe. "Das Angebot ist einfach zu wenig. Es ist doch schade, dass viele Jugendliche nach Köln oder Düsseldorf fahren", meint der DJ. Um dem entgegenzuwirken, plant er eine neue Reihe. "Micado Newcomer Festival" lautet der Titel. Erstmals sollen am Samstag, 29. November, junge Bands aus Dormagen und Umgebung, deren Mitglieder unter 25 Jahren sind, in einem Contest gegeneinander antreten. "Der Gewinner wird dann im April in der Kulle den Slam eröffnen", sagt Krüger. Fünf Bands sind Ende November bereits dabei.

(NGZ)