Dormagen: Konverter-Gegner planen Protestmarsch nach Gohr

Dormagen: Konverter-Gegner planen Protestmarsch nach Gohr

Trotz der Festlegung des Netzbetreibers Amprion auf den Standortbereich 20, der mit 1300 Metern am weitesten von Wohnbebauung entfernten "Dreiecksfläche" in Kaarst, organisiert die Bürgerinitiative (BI) "Contra Konverter Gohr, Broich und Umgebung" weiterhin den Widerstand gegen den Standort im Westen von Dormagen. "Gohr ist damit keineswegs aus dem Rennen", sagte Doreen Bracher von der BI. Daher informiert die BI heute am Edeka-Supermarkt in Nievenheim über das Bauvorhaben und sammelt weitere Unterschriften.

Mit der Bürgerinitiative aus Evinghoven, einem der sieben möglichen Stromkonverter-Standorte, ist ein Protestmarsch für Sonntag, 2. November, geplant. Um 14 Uhr soll es vom Kirchplatz in Evinghoven 2,5 Kilometer über den untersuchten Standort "Am Bollert" und den Bahndamm bis zum Umspannwerk Gohrpunkt nach Gohr gehen.

Bereits am 2. Oktober treffen sich die BI-Mitglieder und Interessierte um 19 Uhr im Gohrer Landgasthaus zu einer Abstimmung ihrer Aktionen. Zwei Tage darauf, am 4. Oktober, sammelt die Bürgerinitiative am Rathaus Dormagen Unterschriften und informiert die Bevölkerung. Alle Haushalte in und um Gohr sollen einen Flyer über den möglichen Konverterstandort erhalten.

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Wenn der Braunkohlenausschuss auf der Sitzung am 24. Oktober den Braunkohlenplan-Vorentwurf für die Rheinwassertransportleitung beschließt (die NGZ berichtete), gilt laut Oliver Moritz, Pressesprecher der zuständigen Bezirksregierung Köln: "Die Bundesnetzagentur hätte mithin die vorgesehene Trasse der Rheinwassertransportleitung im Rahmen ihrer Abwägungsentscheidung für einen Konverterstandort zu berücksichtigen." Um einen Konflikt zu vermeiden, müssten die Pläne harmonisiert werden.

(cw-)
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