Dormagen: Konverter-Gegner aus Gohr planen weitere Aktionen

Dormagen: Konverter-Gegner aus Gohr planen weitere Aktionen

"Noch ist nichts entschieden" - unter diesen Titel haben die Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) "Contra Konverter Gohr und Broich" ihr neues Flugblatt gestellt, das sie ebenso wie eine Zusammenstellung aller Argumente gegen den Standort Gohr für den umstrittenen Stromkonverter jetzt den Dormagener Ratsmitgliedern vor der Ratssitzung überreichten. "Wir werden unser Anliegen weiterverfolgen, auch wenn der Standort Kaarst als Favorit erscheint", erklärte Walter Giesen von der BI. Die Forderung lautet: "Konverter weit weg von den Menschen", womit die 1,3 Kilometer Abstand zur Wohnbebauung in Kaarst gemeint sind - gegenüber rund 600 Metern in Gohr.

Dass Gohr weiter Alternative für die vom Netzbetreiber Amprion bevorzugte "Dreiecksfläche" in Kaarst ist, wissen die Gohrer Konverter-Gegner um Sprecher Felix Bracher genau, daher heißt es zum erforderlichen Zielabweichungsverfahren, mit dem der Standort Kaarst umgesetzt werden könnte: "Das ganze Verfahren wird sich bis 2016/17 hinziehen. Amprion hält sich bis dahin alle Optionen offen."

Da die gesamte Fläche zwischen Gohr, Neukirchen und Gubisrath für den Standort in Frage komme, will die Initiative die große Bedeutung dieses Bereichs im Naturschutz betonen - ein Freizeit- und Erholungsraum für viele Menschen, so Bracher: "Darüber hinaus stellen diese Freiflächen einen wichtigen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten dar." Am 7. Mai wollen die Konverter-Gegner die Ratssitzung in Rommerskirchen besuchen, am 14. Mai den Spargelhof Feiser, am 23. Widdeshoven und am 28. Mai den Planungsausschuss in Dormagen.

(cw-)
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