Dormagen: Konverter: BI gibt Stellungnahme ab

Dormagen: Konverter: BI gibt Stellungnahme ab

Bis 17. Oktober äußern sich die Gohrer zum Regionalplan. Gespräch mit Gröhe.

Sie wollen sich weiter dafür einsetzen, dass der umstrittene Stromkonverter nicht nach Gohr und Broich kommt, sondern "auf die Fläche, die am weitesten von der geschlossenen Wohnbebauung entfernt liegt", erklärt Felix Bracher, Sprecher der Bürgerinitiative (BI) "Contra Konverter in Gohr, Broich und Umgebung". Und diese Fläche sei nun einmal die "Dreiecksfläche" in Kaarst, die auch der Netzbetreiber Amprion als seinen bevorzugten Standort für die bis zu 20 Meter hohen Hallen benannt hat, in denen Strom von der Nordsee für den Verbrauch in Süddeutschland umgewandelt wird.

Noch steht im Regionalplan-Entwurf "Kiesabbau" als Ziel für die Fläche zwischen Bahn, A 57 und L 30 in Kaarst. Sie weist mit 1,3 Kilometern die weiteste Entfernung zur Wohnbebauung der 20 untersuchten Standorte auf - ein Kriterium, das von der Politik im Rhein-Kreis als wichtigstes Merkmal benannt wurde. Kommt Kaarst nicht, ist Gohr die Alternative - gegen diesen Automatismus hatten sich die Bürgermeister aus Dormagen, Grevenbroich und Rommerskirchen gewandt und eine Neubewertung aller Standorte gefordert, wenn der größtmögliche Abstand nicht mehr Kriterium sei. Diese Ansicht teilt auch die BI, so Bracher gestern: "Wenn der größtmögliche Abstand nicht mehr Konsens ist, müssen andere Kriterien gelten und damit ist Gohr nicht automatisch der Alternativ-Standort."

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Die BI wird bis zum 17. Oktober, wie gefordert, ihre Bedenken gegen den Regionalplan-Entwurf äußern, wie Bracher erklärte: "Dabei lehnen wir uns an die Stellungnahme der Stadt Dormagen an." Die Bürgerinitiative werde sich weitere Aktionen überlegen. Vor rund zwei Wochen hatten einige Vertreter der BI "Contra Konverter in Gohr, Broich und Umgebung" mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), dem Bundestagsabgeordneten für Dormagen, über den Konverter gesprochen. "Es war ein konstruktives Gespräch, allerdings ohne Zusicherungen", berichtet Bracher. Gröhe wolle das noch näher prüfen. "Der Minister konnte das Argument des größtmöglichen Abstands nachvollziehen", gibt Bracher seinen Eindruck wieder.

(NGZ)
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