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Dormagen: Kommentar: Raus aus der Komfortzone

Dormagen : Kommentar: Raus aus der Komfortzone

Der Nachwuchs besucht morgens die Grundschule um die Ecke, geht dann in die Offene Ganztagsschule und am Nachmittag zum Schwimmen in eines der drei Bäder oder auf den Sportplatz im Ort. Das ist gelebte Normalität vieler Familien in einer vitalen Stadt.

Heute spürt kaum ein Dormagener die prekäre Haushaltslage. Das wird sich in den nächsten zehn, zwölf Jahren vermutlich dramatisch ändern. Weil die Stadt nicht damit rechnet, von Bund und Land finanziell spürbar entlastet zu werden, ist sie gezwungen rigoros zu sparen und Einnahmen zu erhöhen. Auch vor dem Hintergrund eines Bevölkerungsrückgangs. Klar ist: Zwei städtische Bäder sind eines zu viel, (unterschiedlich stark ausgelastete) Sportanlagen in jedem Ortsteil Luxus. Ebenso wird es Schulschließungen geben müssen. Die Folgen werden für den ein oder anderen bedeuten, die persönliche Komfortzone verlassen zu müssen. Stadt und Politik werden die kommunale Daseinsvorsorge auf ein vernünftiges, bezahlbares Maß zurückschrauben. Das bedeutet keineswegs das Aus für eine lebenswerte Stadt. Aber weitere Wege erfordern ein höheres Maß an Eigeninitiative der Bürger. Klaus D. Schumilas

(NGZ)