Kloster in Dormagen: Knechtsteden im Marienmonat Mai

Kloster in Dormagen : Knechtsteden im Marienmonat Mai

Das Kloster Knechtsteden mit seiner Basilika ist nicht nur im Mai Ziel vieler Besucher: Pilger, Gottesdienstbesucher, Spaziergänger und Touristen werden gleichermaßen aufgenommen.

Mitten in der Natur, die gerade im Frühling durch frisches Grün beeindruckt, liegt das Kloster Knechtsteden – ein besonderer Ort in Dormagen: Dort ist die prächtige Basilika Ziel vieler Katholiken und anderer Reisender, die zum Gebet und zur Betrachtung der Schönheit anreisen. Darunter sind auch viele Maiandacht-Teilnehmer und Pilger, die den Mai, der neben dem Oktober der Mutter Jesu gewidmet ist, zu einer Wallfahrt nach Knechtsteden genutzt haben. Aus dem farbenfrohen Aufblühen der Natur im Frühling, der auch in Knechtsteden zu erleben ist, ergibt sich die Mariensymbolik des Monats Mai: Maria als Mutter Jesu bringt den Erlöser, den Heiland, in die Welt.

Am südwestlichen Vierungspfeiler der Basilika – rechts an den Stufen zum Altar – ist das Gnadenbild von Knechtsteden der Schmerzhaften Muttergottes gewidmet: Die farbige ca. 70 Zentimeter große Figur stammt aus dem dritten Viertel des 14. Jahrhunderts. Das im Volksmund unter der Bezeichnung „Not Gottes“ bekannte Gnadenbild der Knechtstedener Basilika zeigt Maria mit ihrem toten Sohn auf ihrem Schoß. Die Pietà zählt zu den ältesten Gnadenbildern dieses Typs im Rheinland. Maria als die wichtigste Heilige der katholischen Kirche wird – nicht nur im Mai – um Schutz und Fürsprache bei Gott angerufen.

Die Basilika des Klosters Knechtsteden liegt mitten im Grünen. Das Gelände ist ein Ort der Stille und der Begegnung gleichzeitig. Foto: Carina Wernig
Das Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes am südwestlichen Vierungspfeiler in der Basilika Knechtsteden ist heute noch Ziel vieler Pilger. Foto: Jazyk, Hans (jaz)
Bänke laden gegenüber des Haupteingangs zur Basilika zum Verweilen ein – der Aufenthalt im Grünen entspannt. Foto: Carina Wernig
Der barocke Torbogen auf dem Weg zur Basilika. Foto: Carina Wernig
Beim Gang durch den barocken Torbogen öffnet sich im Mai der Blick auf die grünende Allee, und rechts sind die Turmspitzen der Basilika zu erkennen. Foto: Carina Wernig
Der Mairegen hat Spuren auf dem Boden der Allee hinterlassen. Immer näher kommen die Besucher beim Abschied vom Kloster dem barocken Torbogen. Foto: Carina Wernig
Das Eingangstor zum historischen Friedhof des Klosters. Foto: Carina Wernig
Natur-Idylle auf dem Weg von der Basilika zum Spielplatz. Foto: Carina Wernig
Das Südportal der Klosterbasilika – die Kirche ist täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet, Eingang durch das Westportal. Foto: Carina Wernig

Nicht nur die Basilika, die täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet ist, auch das Gelände des Klosters Knechtsteden bietet sich an, die Schöpfung Gottes in vollen Zügen zu genießen. Bei einem Spaziergang finden sich ruhige Ecken genauso wie Gelegenheit zu Begegnungen, wie auch beim Pfingstfest am 9. und 10. Juni. Jeden Tag können Familien ihren Kindern auf dem Spielplatz viel Spaß ermöglichen, der Klosterladen (montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr, sams- und sonntags von 11 bis 17 Uhr) hat ein reichhaltiges Angebot, auch an lokalen und fair gehandelten Produkten. Zurzeit ist im Kreuzgang des Klosters täglich von 12 bis 18 Uhr die Ausstellung „Die Basilika Knechtsteden – Neu entdecken“ von Roswitha Neumann zu sehen. Ein Knechtsteden-Besuch lohnt sich immer.

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