Dormagen: Klinikumbau kostet 17,5 Millionen Euro

Dormagen: Klinikumbau kostet 17,5 Millionen Euro

Das Kreiskrankenhaus Dormagen soll in den nächsten fünf Jahren für rund 17,5 Millionen Euro umgebaut werden. Die Grobpläne sollen ab April von einem neuen Architekten verfeinert werden.

Die großen Pläne für einen Um- und Anbau an das Kreiskrankenhaus Dormagen von vor ungefähr dreieinhalb Jahren wurden inzwischen auf Eis gelegt, bis die wirtschaftliche Lage sich entspannt hat. Aber es soll trotzdem vorwärtsgehen. "Die Trendwende haben wir geschafft, jetzt geht es aufwärts", erklärt Patricia Mebes, Geschäftsführerin der Rhein-Kreis Neuss Kliniken, auf Anfrage unserer Redaktion. Daher sollen in den nächsten fünf Jahren rund 17,5 Millionen Euro in die Klinik in Hackenbroich investiert werden - in erster Linie für die Sanierung beziehungsweise für den Umbau von Operationssälen und Veränderungen bei der Intensivstation.

Einschränkung: Das seien bisher "nur Absichtserklärungen", betont die Krankenhaus-Leitung, allerdings soll aus der Grobplanung bald eine genaue Aufstellung von Bau- und Kostenplänen werden. Im April wird Stand jetzt ein Architekt den Dienst aufnehmen, der Erfahrungen im Klinikbau hat und der das Dormagener Kreiskrankenhaus umbauen soll. Aber dazu müssen noch die Gesellschafterversammlung und die Politik ihre Zustimmung geben.

Vor dreieinhalb Jahren waren noch Pläne für Anbauten vorgestellt worden, die in vier Abschnitten über die Bühne gehen sollten. Jetzt wird es erstmal "nur" einen Umbau geben, wie die Klinik mitteilt. "Und der soll nach und nach im laufenden Betrieb erledigt werden", sagt Klaus Mais, Kaufmännischer Direktor des Kreiskrankenhauses Dormagen. Zwei Eckpfeiler der Planungen sind die Modernisierung der Säle im zentralen Operationsbereich, die auf den neuesten Stand gebracht werden sollen, und die Zusammenlegung der Intensivstationen. Derzeit gibt es einen Bereich im Erdgeschoss und einen im ersten Obergeschoss. Beide sollen an einem Standort im Gebäude konzentriert werden.

Und noch eine Idee steht im Raum: Die eingangs erwähnte Einrichtung einer sogenannten Wahlleistungsstation. Patienten, die dort untergebracht würden, könnten mit hohem Komfort rechnen, müssten dafür aber auch entsprechend bezahlen.

An Mais' im Jahr 2014 geäußerten Überzeugung, dass eine Weiterentwicklung des ab 1975 errichteten und 1980 in Betrieb gegangenen Kreiskrankenhauses notwendig sei, hat sich nichts geändert. Begründet wurde dies damals unter anderem damit, dass sich die Verweildauer der Patienten in den zurückliegenden Jahrzehnten stark verändert habe, was sich auf den Behandlungsprozess auswirke. Blieben Patienten früher im Schnitt bis zu drei Wochen in der Klinik, sind sie inzwischen im Schnitt nur noch eine knappe Woche stationär untergebracht. Wie es mit der seinerzeit anvisierten Neuordnung der Notaufnahme mit moderner Endoskopie und den Überlegungen zu einer interdisziplinären Zentralambulanz als Leitstelle weitergeht, muss sich noch herausstellen.

Der 2014 vorgestellten ersten Planung war ein großes Engagement der Mitarbeiter im Kreiskrankenhaus vorangegangen. Die hatten sich in acht Workshops aktiv eingebracht und mit den Fragen auseinandergesetzt, wie sich Abläufe und bauliche Rahmenbedingungen verbessern ließen.

(NGZ)