Klimaschutz in Dormagen: Grüne wollen Dreifachhalle ökologisch bauen

Klimaschutz in Dormagen : Grüne wollen Dreifachhalle ökologisch bauen

Die Bündnisgrünen in Dormagen wollen einen ökologischen Aufschlag in der Stadt: Mit Blick auf die Klimadiskussion fordern sie künftiges ökologisch nachhaltiges Bauen.

Der Auftakt soll dazu mit dem geplanten Bau einer Dreifachhalle im Schulzentrum Mitte gemacht werden. „Langfristiges Ziel muss sein, dass Dormagen seine Bauvorhaben grundsätzlich zertifiziert ökologisch nachhaltig umsetzt“, sagt Fraktionsvorsitzender Tim Wallraff.

 In ihrer Begründung beziehen sich die Grünen unter anderem auf Hans-Joachim Schellnhuber, emeritierter Direktor des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung. Der habe bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der LitCologne 2019 zum Thema Klima und Stadtentwicklung gesprochen. Ein Lösungsansatz könne sein, zukünftige Stadtentwicklung nicht mehr in konventioneller Bauweise und damit in den energieintensiven Baustoffen Stahl und Beton, sondern in ökologischer Bauweise insbesondere durch Verwendung des Baustoffes Holz zu realisieren. Holz als Baustoff ist in der Produktion nicht energieintensiv und bietet darüber hinaus den Vorteil, dass es für die Lebensdauer des Gebäudes eine CO2-Senke darstelle.

Die Grünen wollen jetzt erreichen, dass der Betriebsausschuss Eigenbetrieb in seiner nächsten Sitzung die Verwaltung beauftragt, für den Neubau der Dreifeldhalle am Schulzentrum Mitte eine alternative Planung eines nach DGNB (Zertifizierungssystem der Gesellschaft für nachhaltiges Bauen) oder BNB (Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude) zertifizierten Gebäudes darzustellen und darin sowohl die geschätzten CO2-Einsparungen bezogen auf die konventionelle Bauweise als auch die Lebenszeitkosten im Vergleich mit der konventionellen Bauweise aufzuweisen. Tim Wallraff: „Mit diesem Antrag stellen wir uns hinter das Pariser Klimaschutzabkommen.“

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