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Klima-Politik: Pläne der EU betreffen auch Dormagen

CDU-Vorsitzende hat klare Meinung : Klima-Pläne der EU betreffen auch Dormagen

Die Vorsitzende der CDU-Dormagen, Anissa Saysay, kommentiert die Pläne der EU-Kommission zur Klima-Politik hinsichtlich der Bedeutung für Dormagen.

Das Thema Klimapolitik ist nach der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wieder ins Zentrum der öffentlichen politischen Debatte gerückt. Auch die EU-Kommission stellte diesbezüglich Pläne vor. Pläne, die auch Dormagen als Chemiestandort direkt betreffen würden. Hintergrund: Der besonderes relevante Teil des Konzeptes der EU-Kommission umfasst die angestrebte Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen um 55 Prozent innerhalb von neun Jahren (bis 2030) über CO2-Grenzabgaben. Die Entlastungsregeln im Bereich des EU-Emissionshandels sollen stark reduziert werden.  Als Treibhausgase werden Gase in der Atmosphäre mit einem Einfluss auf die Energiebilanz der Erde bezeichnet. Sie bewirken also den sogenannten Treibhauseffekt. Die bekanntesten Treibhausgase sind Kohlenstoffdioxid, Methan und Lachgas.

Anissa Saysay, Vorsitzende der CDU Dormagen, macht deutlich, „gerade die Chemieindustrie wird durch die ambitionierten Klimapläne überproportional stark belastet“.  Nun müsse konkret über den richtigen Weg diskutiert werden. „Ich bin überzeugt: unsere heimische chemische Industrie muss mit ihrer Innovationskraft eine wichtige Rolle beim weltweiten Klimaschutz spielen. Die neuen Klimapläne der Europäischen Kommission wecken hier leider Zweifel“, erklärt Saysay. „Klimapolitik darf nicht einseitig zu Lasten von Arbeitsplätzen und Zukunftsperspektiven in Industriestandorten wie Dormagen gehen“, kommentiert Saysay die konkreten Vorschläge, die der sozialdemokratische Vizepräsident der EU-Kommission, Timmermanns, letzte Woche in Brüssel vorgestellt hat. „Es ist deshalb gut, dass neben dem EU-Parlament auch die Mitgliedstaaten jetzt ein gewichtiges Wort mitzureden haben. Da setze ich voll auf unsere Vertreter in den Parlamenten in Düsseldorf, Berlin und Straßburg. Darüber wird auch im Bundestagswahlkampf vor Ort zu reden sein.“

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Die Stadt Dormagen sei in einem besonderen Maße von der chemischen Industrie geprägt, denn die Chemieindustrie ist der größte Arbeitgeber und Ausbilder vor Ort. Allein im Chempark Dormagen arbeiten rund 9000 Menschen.

Daniel Faustus, im CDU-Stadtverband zuständig für wirtschaftliche und soziale Themenfelder, sagt: „Die Europäische Union ist eine so großartige Errungenschaft für Frieden und Freiheit, dass man ihre Akzeptanz niemals gefährden sollte.“  Er führt aus: „Es darf deshalb nicht der Eindruck entstehen, dass eine klimaneutrale EU ohne Industrie gewollt ist. Industriestandorte wie Dormagen dürfen nicht am Ende hinten runterfallen.“