Dormagen: "Kleine lit.Cologne" im Raphaelshaus

Dormagen: "Kleine lit.Cologne" im Raphaelshaus

Zwei Autoren lasen den Kindern und Jugendlichen aus ihren Büchern vor.

Bereits zum fünften Mal in Folge profitierte die Raphaelschule von der "lit.Cologne", die seit 18 Jahren Bücherbegeisterte nach Köln lockt, um bei Lesungen von den Schriftstellern in deren Bann gezogen zu werden.

Zwei Autoren, die auch auf dem internationalen Literaturfestival aufgetreten sind, machten Station in Dormagen. Im Raphaelshaus lasen der österreichische Kinderbuchautor Michael Roher und der vielgereiste Journalist und Jugendbuchautor Martin Schäuble Passagen aus ihren Büchern vor und faszinierten die Kinder und Jugendlichen.

"Frosch und die abenteuerliche Suche nach Matzke Messer" lautet der Titel des Kinderbuches, aus dem Roher vorlas. In dieser verrückt-fantasievollen Geschichte erlebt ein Mädchen mit Spitznamen Frosch einen aufregenden Urlaub, in dem sie es mit sprechenden Gurken, einem rockenden Pharao, einer schrulligen Hexe und einem Drachentöter zu tun bekommt. Ob sie es schafft, dem wilden Kinderfresser Matzke Messer das Handwerk zu legen? Das Ende der Geschichte blieb bei der sehr lebendigen Lesung offen. Die Klassen zwei bis sechs können nun im Unterricht weiterlesen und dies selbst herausfinden.

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Die älteren Schüler wurden von Martin Schäuble mit dem dystopischen (Gegenbild zur positiven Utopie) Jugendroman "Endland" konfrontiert, in dem eine rechtsnationale Partei in Deutschland die Wahlen gewonnen hat und sich ein Klima der Abschottung und Überwachung entwickelt hat. Martin Schäuble untermauerte seine Lesung mit selbst gemachten Fotos und Erlebnisberichten von seinen Reisen in Krisenregionen. Die Jugendlichen waren spürbar ergriffen von der aktuellen Brisanz der dargestellten politischen Situation, in der die Freundschaft der beiden Hauptfiguren des Romans auf eine ernste Probe gestellt wird.

"Für unsere Schülerinnen und Schüler ist der direkte Kontakt mit Literatur ein spannendes Erlebnis. Sie erfahren von den Autoren viel über die Beweggründe, ein Buch zu schreiben, sie erweitern ihren Horizont und werden angeregt, die Geschichten selber weiterzulesen", sagt der stellvertretende Schulleiter, Nils Cardinal. Finanziert wurden die Lesungen und die Bücher für die Schule über eine befreundete Stiftung der Raphaelschule.

(NGZ)