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Dormagen: Kirche und Feuerwehr verbunden

Dormagen : Kirche und Feuerwehr verbunden

DORMAGEN Ihre Goldhochzeit haben sie vor zehn Jahren mit mehr als 100 Gratulanten gefeiert. Zur "Diamantenen" lassen es Margarethe und Heinrich Braun ruhiger angehen. "Mit 82 und 85 Jahren feiert man etwas gemütlicher", sagt das sympathische Paar von der Schillerstraße.

DORMAGEN Ihre Goldhochzeit haben sie vor zehn Jahren mit mehr als 100 Gratulanten gefeiert. Zur "Diamantenen" lassen es Margarethe und Heinrich Braun ruhiger angehen. "Mit 82 und 85 Jahren feiert man etwas gemütlicher", sagt das sympathische Paar von der Schillerstraße.

Am Samstag steht für die Diamanthochzeiter zunächst eine Dankmesse an, die Monsignore Guido Assmann in der Pfarrkirche St. Michael zelebriert. Danach folgt eine Familienfeier, zu der natürlich die sechs Kinder, deren Partner, die 15 Enkel sowie das Urenkelkind erwartet werden.

Der Tag, an dem Margarethe und Heinrich Braun in der Kölner Pfarrkirche St. Maternus den Ehebund schlossen, jährt sich heute zum 60. Mal. "Das war am 15. August 1946. Zuvor, am 27. April 1946, hat uns Amtsdirektor Johannes Bock im Dormagener Standesamt getraut", blickt Heinrich Braun zurück. Drei Jahre zuvor, am 28. März 1943, hatten sie sich im Vikariat des früheren Kaplans an St. Michael, Fritz Becker, kennen gelernt.

Heinrich Braun vervielfältigte gerade die Predigten des Bischof Graf von Galen, als sie mit Freundinnen die Kaplanswohnung betrat. Dormagen sind Margarethe und Heinrich Braun treu geblieben. An der Helbüchelstraße schlugen sie zunächst ihre Zelte auf. Später wohnten die Brauns in der Hardenbergstraße und an der Nettergasse, ehe sie 1953 in ihr Haus an der Schillerstraße einziehen konnten.

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Heinrich Braun ist ein "Dormagener Jung", der in der Innenstadt viele Bekannte zählt. Der 82-Jährige begann nach seiner Schulzeit eine Tischlerlehre im Dormagener Betrieb Voßhenrich. Bei der Gemeinde Dormagen war er anschließend als Schreiner beschäftigt. Später wechselte er zur Kreisverwaltung, wo er als Krankenfahrer und zuletzt als Angestellter im Feuerschutzamt eingesetzt wurde.Die Feuerwehr ist eines seiner größten Hobbys.

1948 trat er dem Dormagener Löschzug bei, dessen Alters- und Ehrenabteilung er noch heute angehört. Braun gründete die heimische Jugendfeuerwehr, war Kreisjugendfeuerwehrwart und Kreisbrandmeister. Aktiv ist der Hobby-Handwerker auch in der Pfarre St. Michael, deren Karnevalssitzungen er elf Jahre lang leitete.

Regelmäßig arbeitet er in der Gemeinde als Lektor und Kommunionshelfer mit. Seine vielfältigen Verdienste wurden mit dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt. Heute beschäftigt sich Heinrich Braun oft mit dem Computer.

Seine Ehefrau stammt aus Köln. Die heute 85-Jährige arbeitete früher im elterlichen Wein- und Spirituosenhandel sowie bei der Post und als Lehrköchin im Raphaelshaus. Sehr verbunden zeigt sich Margarethe Braun schon seit dem Kindesalter der Schönstatt-Bewegung, einer marianischen Gebets- und Opfergemeinschaft. So ist sie nach wie vor Gruppenleiterin der Schönstatt-Bewegung der Mütter in Köln.

"Einige weitere Urenkel", wünscht sich Margarethe Braun für die Zukunft. Zusammen mit ihrem Gatten hat sie auch die mögliche Eiserne Hochzeit in fünf Jahren im Blick. "Das wäre wiederum eine feine Sache." (omo)

(NGZ)