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Kirche in Dormagen: Baptisten halten virtuellen Kontakt mit Gemeinde

Kirche in Dormagen : Baptisten halten virtuellen Kontakt mit der Gemeinde

Es gibt bei der Dormagener Baptisten-Kirche verschiedene Angebote und Aktionen mit denen die Verantwortlichen versuchen, in Corona-Zeiten den Kontakt und die Gemeinschaft zu pflegen.

„Kontakt und Gemeinschaft sind uns ja schon vom Gemeindekonzept her gesehen sehr wichtig“, betont Pastor Roger Bahr. Schon früh in der Pandemie hat die Gemeinde bereits am 15. März einen ersten online-gestreamten Gottesdienst, noch mit wenigen Leuten in der Gemeinde, übertragen.

Jeden Sonntag um 10.30 Uhr überträgt die Baptisten-Kirche Online-Gottesdienste über Instagram, Facebook und YouTube. Die Gottesdienstleitung von ehrenamtlichen Mitarbeitern, Interviews mit „Hauskreisteilnehmern“ – kleine Treffen, die sonst 14-tägig zu Hause stattfinden, mit persönlichem Austausch, Gespräche über ein Bibel- oder Glaubensthema –, Musik, Lieder, Poetry Slams werden einzeln aufgenommen und dann zusammengeschnitten, so dass es keinen direkten Kontakt gibt. „Nach dem Gottesdienst ,treffen’ wir uns im ,Kaffee ohne Foyer’ über Videochat und versuchen, den Kontakt zu pflegen“, berichtet Pastor Bahr.

Aber damit nicht genug: Außerdem bieten die Mitarbeiter die Möglichkeit an, nach den Gottesdiensten für sich beten zu lassen – per Telefon/Videocall. Ein Angebot, das sie jeden Sonntag auch in der Gemeinde nach dem Gottesdienst anbieten. Die es möchten, stellen eine Anfrage über SMS an die entsprechenden Mitarbeiter. Die Pastoren Fabian Herwig und Roger Bahr versuchen, telefonisch Kontakt zu halten und bieten Gespräche an.

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„Sehr früh haben wir initiiert, gemeinsam als Gemeinde ein Buch miteinander zu lesen, das im Kern Jesus Christus und seine Bedeutung für unseren Glauben zum Inhalt hat“, erläutert Roger Bahr. Die Pastoren stellen in mehreren Videos das Buch vor und diskutieren darüber. Die Gemeinde tauscht sich über die Themen über die Kommunikationsplattform „Slack.com“ aus, die eigens dafür für die Baptisten-Kirche Dormagen eingerichtet wurde.

In der Karwoche haben die Pastoren täglich kurze, dreiminütige Impulse über Video weitergegeben. „Dieses Format wird nun zweimal die Woche weitergeführt“, erklärt Pastor Roger Bahr, dass einige Erfahrungen aus der Corona-Zeit auch weitergeführt werden sollen: „Überhaupt planen wir, unsere Gottesdienste zukünftig als Video zu streamen. Die Vorbereitungen laufen dafür.“

Eins sei trotz Kontaktverbot klar, so Pastor Roger Bahr: „Wir versuchen, auf verschiedenen Kanälen und mit unterschiedlichen Aktionen unser Gemeindeleben zu initiieren und Hilfen und Kontaktangebote zu geben, die den Menschen helfen sollen, in dieser schwierigen Zeit nicht nur so einigermaßen klar zu kommen, sondern auch Kraft und Zuversicht zu finden – gerade auch in der ,virtuellen’ Gemeinschaft“, betont Roger Bahr, der einige Aktionen aufzählt: Die Jugendgruppe mit 35 Mitgliedern trifft sich wöchentlich im Video-Chat, um sich über ein Thema, das oft von ehrenamtlichen Mitarbeitern vorbereitet wurde, auszutauschen. Außerdem haben die Jugendlichen sich aufgeteilt, so dass jeder von den Senioren aus der Gemeinde regelmäßig eine Karte von ihnen zugeschickt bekommt. „Die Senioren freuen sich riesig über diese tolle Aktion“, berichtet der Pastor. Zudem bieten sie Hilfe bei Einkauf und Technik bei den Online-Angeboten an. Die Aktion „Wofür bin ich dankbar" läuft gerade an: Jeder kann ein Selfie von sich machen, möglichst in Dormagen aufgenommen und schreibt kurz dazu, wofür er dankbar ist.

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