Kinder malen Postkarten für kranken Freund, um Rollstuhl mitzufinanzieren

Aktion für ihren Freund : Kinder malen für Rollstuhl-Spender

Leo und Matilda aus Dormagen wollen ihren schwererkrankten Freund Alex unterstützen, der einen teuren Spezial-Rollstuhl benötigt. Ihr zu Herzen gehendes Angebot: Sie malen Postkarten für jeden, der mehr als fünf Euro spendet.

Die beiden Dormagener Kinder Leo (9) und Matilda (5) möchten ihrem an Muskelschwund leidenden Freund Alexander (9) mit einer ungewöhnlichen Aktion helfen, ihre Eltern Stephanie und Andreas Beivers unterstützen sie mit einem Beitrag auf Facebook: Die Kinder wollen jedem, der mindestens fünf Euro für den dringend benötigten Spezial-Rollstuhl für Alex spendet, eine selbst gemalte Postkarte schicken, ein „original Tilly- und Leo-Kunstwerk. Streng nummeriert und jedes Kunstwerk ein Unikat im Postkartenformat“, wie Mutter Stephanie Beivers erklärt. Dafür müssen die Spender – nach der Spende – eine Privatnachricht mit ihrer Adresse an Stephanie Beivers auf Facebook schicken, die Eltern übernehmen die anfallenden Portokosten gern. Die zu Herzen gehende Aktion zeigt, dass die Kinder auch bei hohen Summen nicht verzweifeln, sondern aktiv versuchen, mit ihren Mitteln etwas zu bewegen.

Leo und Matilda Beivers wollen mit Postkarten ihrem Freund Alex helfen, der einen Spezialrollstuhl braucht. Ihre Eltern unterstützen die Aktion. Foto: Familie Beivers

„Bisher haben wir so schon 37 Spender erreicht, bis 25.000 Euro sind aber noch ein weiter Weg“, sagt ihre Mutter Stephanie Beivers auf Anfrage unserer Redaktion. 1155 Euro, vier Prozent, sind bisher zusammengekommen. „Also, Leo und Matilda stehen in den Startlöchern zu malen wie die Wilden!“ So lautet die Aufforderung ihrer Mutter. Falls die Spenden überhand nehmen sollten, will die Kita „Rasselbande“, in die Alex gegangen ist, beim Malen miteingreifen.

Alexander Kochs braucht einen speziellen Rollstuhl. Foto: Familie Kochs

Wie die Mutter über die „Herzensangelegenheit von Leo und Matilda“ berichtet, braucht der „liebe Alex, einer von Leos absolut besten Freunden, seitdem sie zusammen im Kindergarten waren“, Hilfe: Alex ist seit 2010 an Muskeldystrophie Duchenne erkrankt, einer seltenen Form von Muskelschwund, die Alex über die Jahre immer weiter eingeschränkt hat. Seit 2017 ist er auf einen Rollstuhl angewiesen. „Die Krankenkassen zahlen ein Standardmodell, das zwar seinen Zweck erfüllt, von A nach B zu kommen, aber einen aktiven, wachen, lustigen Geist wie den lieben Alex sehr einschränkt“, so Stephanie Beivers. Unwegsames Gelände wie Sand oder Schnee oder auch mal ein Waldweg werden unüberwindliche Hindernisse für ihn.

So macht die Familie Beivers darauf aufmerksam, dass Alex’ Eltern, David und Heike Kochs, eine Sammelaktion für den Spezialrollstuhl gestartet haben: Unter www.leetchi.com/c/alex-moechte-wieder-richtig-mobil-sein gibt es weitere Infos. Die Aktion läuft jetzt noch 177 Tage.