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Dormagen: Kinder lernen kochen

Dormagen : Kinder lernen kochen

Bei einem Kochkursus der Volkshochschule lernen die Kinder, wie man beim Kochen Energie sparen kann und wie man sich ausgewogen ernähren kann. Der Kursus ist Teil des Projekts "Dormagener Umweltscouts". Die NGZ hat den jungen Köchen über die Schulter geschaut.

Das Wichtigste bei der Arbeit am Herd: sich vorher die Hände waschen. Das lernten die Kinder jetzt schnell beim Kinder-Kochkursus der Volkshochschule (VHS). Der Kursus ist Teil des Programms der Dormagener Umwelt-Scouts, einem Projekt, das Kindern in insgesamt 22 Kursen eine Beziehung zur Umwelt und zum Energiesparen vermitteln soll.

Bei dem Kursus lernten die Kinder, dass man auch beim Kochen Energie sparen kann. "Indem man den Deckel beim Kochen zumacht, spart man rund rund 30 Prozent Energie", sagt Anna Janoschka vom Umweltteam der Stadt Dormagen. Heimische Produkte zu verwenden sei ebenfalls sehr umweltschonend, sagt Janoschka.

Geleitet wurde der Kursus von Karola Daniel. Den Kindern will sie vor allem eine ausgewogene Ernährung näherbringen. "Man soll viel Verschiedenes essen. Es dürfen dann auch mal Süßigkeiten dabei sein", erklärt sie den Kindern. Dass bei dem Kochkursus jetzt ein Obstsalat mit Schokoraspeln auf den Tisch kam, unterstreicht dieses Ansinnen – ein Kompromiss aus gesundem Obst und Süßem.

Als Hauptgang waren Spinatnudeln geplant. "Ich mag keinen Spinat", tönt es von manchen Kindern. Doch dass einige Extrawünsche haben, sieht Daniel locker: Kurzerhand wird eine Hälfte der Nudeln ohne Spinat gekocht. Ganz kompromissbereit bilden die Kinder Teams. Neben den Spinatnudeln und dem Obstsalat gilt es auch, einen normalen Salat zuzubereiten. Fleißig wird geschnibbelt. Manche Kinder haben schon Erfahrung von zu Hause mitgebracht, wie die neunjährige Sophie Wollny. "Ich mag Kochen gerne", erzählt sie. Am liesten isst sie Fischstäbchen und Nudeln – wie passend, beides kam bei dem Kochkursus auf den Tisch. Andere Kinder wollen den Kursus nutzen, um endlich mal zu Hause kochen zu können. Wer nichts zu tun hat, deckt den Tisch. So werden alle Kinder mit in die Arbeit eingebunden.

Unter Aufsicht von Anna Janoschka und Karola Daniel haben die Kinder am Ende ein leckeres Gericht zubereitet. Das wurde dann auch vor Ort gegessen. Dass heimische Produkte gut schmecken, konnten die Kinder so direkt erfahren. Anna Janoschka freut's. "Heimische Produkte zu essen, schont die Umwelt", sagt sie.

(NGZ)